Montag, 8. August 2016

Nachts im Schlafzimmer

Heute geht die neue Schule los. Ich bin ein bisschen nervös, was sich irgendwie auch auf die Kinder zu übertragen scheint:

4:23 Uhr: Maxi teilt schon die Decke mit meinem Mann, Mini kuschelt seit einer Weile mit mir, da schallt ein “Papa, Mama, Papa, Mama!“ durchs Haus. Midi ist aufgewacht.
Ich wanke ins Kinderzimmer, wo sie mir mitteilt, dass sie es viel zu dunkel zum Schlafen findet. Mein Humor ist in meinem Bett geblieben, er fand es dort kuscheliger, so dass ich ihr nur wortlos das Nachtlicht anmache, bevor ich wieder ins Bett wanke.
Dort muss der Humor kurz aufgewacht sein, um Mini eine Lageveränderung vorzuschlagen. Der liegt jetzt mit ausgebreiteten Armen quer über das Kopfkissen. Ich bin so müde, dass ich mich einfach noch ein bisschen kleiner mache, als ich ohnehin bin, und mich ans untere Ende des Bettes lege.
Es könnte so schön sein, jetzt einzuschlafen. Aber nein, das Gedankenkarussell ist angesprungen und nimmt Fahrt auf. Wie wird es wohl in der neuen Schule laufen? Melde ich mich zuerst bei der Schulleitung oder gehe ich gleich ins Lehrerzimmer? Dort wird vermutlich wie immer jemand sagen, dass es keine festen Plätze gibt, das aber hier Frau Sowieso und dort Frau X und daneben Frau Y sitzt. Schon immer. Und so fahren die Gedanken Karussell und jauchzen laut im Fahrtwind.
Midi kommt und fragt, ob sie mit zu uns ins Bett darf. Weise ihr seufzend einen Platz am Fußende zu. Schiebe auch den Mini wieder in Position, in der Hoffnung, dass sich nun der Schlaf wiederfindet. Aber jetzt beginnt erst einmal ein nächtliches Ballett, ohne Musik, vorgetragen von meinen Kindern.
Maxi beginnt. Was sie tut, ist für ihre Verhältnisse nicht ungewöhnlich, sie ist eine sehr mobile Schläferin*. Sie tritt aus. Ihre Geschwister machen gern mit. Zuerst Midi: Tritt. Dann wieder Maxi: Tritt, Tritt. Midi antwortet mit einem Trommelwirbel. Maxi: Tritt. Midi muss ihr Energieverbrauch ziemlich ermüdet haben, denn sie schläft auf einmal tief. Mini übernimmt ihren Part. Und so kabbeln die schlafenden Kinder noch eine Weile, während auch ich endlich wieder ins Traumland hinüber gleite...

* Das hat sie von mir. Ich habe es als Jugendliche einmal fertig gebracht, mich im Schlafsack zusammenzurollen und dann umzudrehen, so dass ich beim Aufwachen ein bisschen panisch wurde, weil ich den Ausgang nicht so schnell fand.

Kommentare:

  1. Ich bin sehr gespannt was du neues zu berichten hast und denke an dich an deinem 1. Schultag :-*

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  2. Ich hoffe alles hat gut geklappt bei euch allen, Vorfreude ist doch etwas schönes! LG ich freue mich auf Neues von euch

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