Sonntag, 8. Mai 2016

Endlich Frühling! oder: Wie ich eine Sarouel-Hose nähte

Hurra, hurra, der Frühling ist da! Die Kinder hält es nicht mehr im Haus und die Große macht Luftsprünge vor Freude.
Nicht nur, weil das Wetter so schön ist, dass man am liebsten von früh bis spät im Garten herumtoben möchte. Auch, weil ihre Mama gestern abend in einem Anfall von Wahnsinn noch schnell eine so bequeme Hose geschneidert hat. Da könnte man glatt Purzelbäume schlagen:
Wir waren gestern zu Besuch bei Anni und haben zu Mittag leckere Eisbecher gegessen, Anni hat mir eine wundervolle Handtasche geschenkt, die im Rahmen des Taschenspieler-Sew-Along entstanden ist und zeigte die neuesten Sachen, die sie für ihren Sohn genäht hatte. Darunter eine Sarouel-Hose. Die Große juchzte laut, durfte mal anprobieren (obwohl sie vier Jahre älter ist als Annis Sohn, tragen beide die gleiche Größe) und hätte die Hose am liebsten nicht mehr ausgezogen.
Und so habe ich mich abends hingesetzt und nach einem Schnittmuster geguckt. Dabei bin ich auf den Blog von Ninchen gestoßen, die erklärt, wie man so ein Schnittmuster ganz fix selbst basteln kann. Okay, so ganz fix ging es bei mir nicht, da gab es noch den einen oder anderen Denkfehler. Aber als der Schnitt stand, gab es kein halten mehr. Dann wollte ich nur noch fix zuschneiden. Dann nur noch schnell die drei Nähte nähen. Und dann war ich ja schon fast fertig. Und als ich gegen 10 die fertige Hose in der Hand hielt, war ich nicht nur voller Endorphine, sondern hätte das Minchen am liebsten gleich geweckt, um sie die Hose anprobieren zu lassen. Aber ich konnte mich bremsen. Deshalb purzelt sie erst seit heute früh so fröhlich herum. Aber das reicht mir auch.

Verlinkt bei den kostenlosen Schnittmustern vom Nähfrosch, bei Meitlisache, Kiddikram, Nähzeit am Wochenende und  bei froh und kreativ. Was ist mit dem Kopfkino passiert, das funktioniert gerade nicht?


Donnerstag, 5. Mai 2016

WmdedgT Mai 2016

Erstes Aufwachen zur gewöhnten Alltagszeit 5:50 Uhr, alles noch ruhig.
Zweites Aufwachen 6:45 Uhr, die Kinder schlafen immer noch, aber die Blase drückt. Schleiche ins Bad, vielleicht kann ich ja noch etwas weiter schlafen? Ich muss an das Buch von Patricia (Das Nuf) denken, das eine Freundin neulich hiergelassen hat und grinse in mich hinein. Aber noch bevor ich die Toilette erreiche, begrüßt mich das Mittelkind fröhlich: “Guten Morgen, Mami! Ich bin aufgewacht! Hach, und ich hatte so schöne Träume!“ Okay, also auf das Sofa im Kinderzimmer kuscheln und der Motte beim Spielen zusehen.
Halb 8 kommt der Ehemann nach Hause und wird vom gerade erwachten Mini begrüßt: “Wor, Papsi,  heute ist Männertag. Und da müssen wir grillen, sonst verhungerst du!“ Mit den Kindern passende Sachen raussuchen, alle ziehen sich an. Auch der Mini zieht sich ohne Mucken alleine an.
Frühstück mit Papa und den kleinen Mäusen, die dann schnell ins Kinderzimmer umziehen. Als beide sich lautstark um die Schleich-Kühe streiten, von denen wir leider nur 5 Stück haben, geht mein Mann mit beiden rüber zur Oma und ich habe Zeit, die Küche aufzuräumen und eine kleine Hochzeits- und Männertagsbastelei zu machen. Wirklich eine ganz kleine.



Am Vormittag im Garten gewerkelt und versucht, die Sandkasteneinfassung von Unkraut zu befreien. Beschlossen, dass das eine Arbeit für mehrere Nachmittage ist. Auf der Terrasse Mittag gekocht (Bauernfrühstück vom Grill) und gegessen und einmal mehr festgestellt, dass ich Frühling auf dem Land geil finde. 

Mittagspause auf der Hollywoodschaukel, die Kinder liegen im Schatten auf einer Decke und hören Bibi Blocksberg. 

Am Nachmittag noch einmal etwas im Garten herumgewerkelt (nicht, dass man etwas davon sehen würde, aber wir waren noch fleißig), bis halb 6 meine Eltern mit Kuchen zum Kaffee trinken kamen. 

Eine Freundin samt Kindern kam dann auch noch und wie schon zum Aufstehen besprochen, wurde gegrillt, damit unser Papa nicht verhungert. ;-) Nun, er wird wohl bis nächstes Jahr überleben. Zumindest kann er bis dahin immer mal noch etwas von den Resten essen, die übrig sind, wir haben es wohl etwas zu gut gemeint.

Die Kinder bettfertig gemacht und der Mini hat 
mich sogar freiwillig gehen lassen und ist alleine (mit seiner Schwester im Zimmer, aber ohne Mama im Bett) eingeschlafen. Yeah! Wir machen Fortschritte. In zwei Wochen habe ich 
keine Ausreden mehr, warum ich abends nicht nähen/ arbeiten/ Sport machen kann. Hihi.

Bevor wir die Augen zu machen, werden der Mann und ich uns noch einmal  über Erziehung austauschen und darüber, was wir tun können, damit die Große 1. nicht mehr so eifersüchtig sein muss und 2. in ihren Frust der besten Freundin nicht mehr so böse Sachen um die Ohren haut.

Verlinkt bei Frau Brüllen 

Mittwoch, 4. Mai 2016

Zwölftel Blick im April

Jaja, ich bin spät dran. Aber es war auch nicht so einfach. Ich wollte ja gern Sonnenbilder, aber dann war hier ein Elternabend und dort ein Kita-Sportfest und so kam ich erst auf dem Weg zum Tanz in den Mai dazu, hier das monatliche Foto zu machen.


Ja, und dann sind wir in den Mai getanzt, am 1. Mai war Kinderfest auf der Festwiese und im Garten musste auch was gemacht werden. Und an den normalen Wochentagen komme ich ja sowieso zu nichts. Aber jetzt sitzen die Kinder vor dem Fernseher und gucken sich den Rabe-Socke-Film an (einen Spielfilm angucken ist unser Freitag-Abend-Ritual, und heute ist ja so etwas wie Freitag). Da kann ich hier ungestört tippen.





Und weil ich ja ein richtiges Sonne-Luft-Draußen-Kind bin (auch wenn ich dann dort am liebsten mit einem Buch auf der Hollywoodschaukel liege), tut mir der Anblick so richtig gut. So viele Blumen, so viele grüne Blätter: es ist herrlich! Das finden auch die beiden Kleinen, die zu den Fototerminen am liebsten durchs Unterholz kriechen:


Und so hatte ich viel Zeit, um ausgiebig die Tiere auf dem Schachtloch zu beobachten. Blesshühner, Haubentaucher, Stockenten, das Schwanenpärchen...





Und auch der Blick auf das gegenüberliegende Ufer ist ein Foto wert.





Und nun geht es Schlag auf Schlag. Jeden Tag erobert sich der Frühling ein Stück mehr. Heute fingen die Kerzen an den Kastanien zu blühen an. Die Kirschbäume verlieren schon wieder ihre Blütenblätter und die Knospen der Apfelbäume sind schon ganz dick.

Und vor uns liegt ein langes Wochenende. Das Wetter soll schön werden, wir werden Besuch bekommen und jemanden besuchen, aber auch Zeit für uns haben. Ich freu mich drauf! Und ihr?

verlinkt bei: Tabea Heinicker

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