Mittwoch, 14. Dezember 2016

Habt ihr schon alle Weihnachtsgeschenke beisammen? Ich kann stolz sagen, dass zumindest die Geschenke für die Pappelheimkinder seit gestern verpackt auf dem Schrank im Arbeitszimmer auf ihren Einsatz warten. Aber mit Omas, Opas, Tanten, Onkels und Nichten ist noch genug zu besorgen und zu verpacken.

Solltet ihr jedenfalls noch auf der Suche nach einem schönen Geschenk für ein Kind sein, dann habe ich hier einen tollen Tipp für euch: Ein Jahr im Wald von Emilia Dziubak.




Ein Bilderbuch, ich verspreche es euch, für die ganze Familie. Auf 12 Wimmelbuchseiten wird das Leben im Wald im Verlauf eines Jahres dargestellt.
Was mich so sehr begeistert und das Buch meiner Meinung nach von vielen anderen Waldbüchern abhebt, ist, dass auch die kleinen Bodentiere nicht vergessen werden Auch ihr Leben wird in kleinen Bildern festgehalten. Seht ihr die Kreuzspinne oben im Bild? Sie schläft in der Erde, das Rentier läuft gerade über sie hinweg. Ich habe für euch kurz festgehalten, wie sie ihr Jahr verlebt:
Januar: Sie verschläft den kalten Winter, Eis und Schnee


 Im Frühling hat die Spinne ihr Erdloch verlassen und auch die kleinen Spinnen schlüpfen aus den Eiern. Habt ihr die vorher gesehen? Sie waren im Januar schon da, wir haben sie bloß nicht erkannt.
 Es ist Sommer. Die Kreuzspinne hat sich ihr Nest gewebt. Zeit, neue kleine Spinnen zu machen...
 Da liegen sie, die Spinneneier, aus denen im nächsten Jahr neue Spinnen schlüpfen werden.
 Im Herbst holt die Spinne ihr Netz ein und macht sich bereit, den kalten Teil des Jahres zu verschlafen.

Da liegt sie nun wieder. Weiße Weihnachten übrigens...

Mich hat dieses Buch so begeistert, dass ich es im gesamten Freundeskreis verschenken werde. Den Kindern natürlich. Konnte ich es euch ein bisschen schmackhaft machen?

Samstag, 12. November 2016

12von12 im November

Endlich habe ich es mal wieder geschafft und tatsächlich 12 Bilder des heutigen Tages gesammelt. Also, los geht's:

Schmetterlinge zum Frühstück
Es ist Sonnabend, mein Mann ist auf Arbeit, die Mittlere hat bei Oma geschlafen und ich wollte schon lange mal dieses Frühstück ausprobieren. Die Idee ist von instagram, allerdings habe ich die Userin, die das vor langer Zeit gepostet hat, nicht wieder gefunden. Tut mir leid. Der Jüngste hilft fleißog beim Krümeln, während die Große oben die Kätzchen zähmt.
Nur ein Symbolbild der Pappelkatzen - sie mögen den Fotoapparat nicht.
Sie kommt total beflügelt nach unten: Katerchen Samson hat ihr das Leckerli aus der Hand gefressen und ihr sogar die Finger abgeleckt. zu den Schmetterlingen im Bauch kommt jetzt noch der Schmetterling auf dem Teller.
Die Kinder verziehen sich ins Wohnzimmer, papalose Wochenendtage sind auch Fernsehtage, und schauen eine Asterix-DVD. Ich wollte eigentlich die Küche aufräumen - die Krümel, ihr wisst schon - bleibe aber bei diesem tollen insta-Account hängen. Der hat 837 Bilder und ich muss sie mir natürlich alle angucken...
Beim Abwaschen wird im Radio die Spiegelgeschichte von Ilse Aichinger vorgelesen und ich muss direkt nochmal nach der Geschichte googeln. Spannend, sie erzählt das Leben einer jungen Frau rückwärts, vom Tod als Erwachen bis zur Geburt als Sterben. Die Sprache hat mich total gefesselt.
Zen-Gardening
Dann die Katzen versorgen, Toiletten sauber machen (echt, statt dieser Zen-Gärten sollten sich die Leute einfach Katzen und die dazu gehörenden Toiletten kaufen), saugen, Näpfe auswaschen...
Fertig.
Zeit für eine Tasse Tee. Nebenbei bestelle ich gleich eine neue Fuhre Katzenfutter und einen Kratzbaum für die Kätzchen.
Der Jüngste muss in der Zeit schnell im Garten das erste Eis dieses Winters bewundern, dass sich auf dem Wasserbottich gebildet hat. Und essen. Guten Appetit! Zum Nachtisch gibt es Nudeln mit Pesto. (Dafür braucht ihr kein Bild, oder? Ich liebe das: meine Kinder essen es total gerne und ich muss eigentlich gar nichts dafür machen.)
In der Mittagspause ein bisschen malen im neuen BulletJournal.Das entspannt mich total und macht mir großen Spaß. Ich muss aber zugeben, dass es ein echter Zeitfresser ist. Grade darf ich...
Draußen den Herbst genießen...
... bis der Mond aufgeht.
Wieder drin, mache ich die Gummistiefel des kleinen Wichts sauber. Ist das bei euren Kindern auch so, dass die innen schmutziger sind als außen? Wie macht er das nur???

Die Große ist jetzt abgeholt zum Martinsumzug, die Mittlere immer noch bei Oma, der Mann arbeitet noch bis morgen früh und muss dann erstmal schlafen. Bleiben noch der Kleinste und ich. Wir machen es uns jetzt gemütlich...

Und ihr könnt bei Frau Kännchen gucken, was die anderen Blogger heute so getrieben haben.









Donnerstag, 27. Oktober 2016

Im Labyrinth

Bis zum Abitur war alles gut. Es gab keine schwierigen Fragen, keine wichtigen Entscheidungen. Einfach immer geradeaus. Ohne größere Schwierigkeiten (die Prüfungsangst mal außen vorgelassen) machte ich mein Abitur.

Damit ging ich zum Eingang des Labyrinths. Riesig groß erschien es mir und gleich zu Beginn gabelten sich die Wege so oft, dass ich die Orientierung schnell verlor. Mal folgte ich den Biegungen des Weges, mal ging ich zurück und versuchte einen neuen. Meine Umwelt verzweifelte oft an meiner Orientierungslosigkeit, schalt meine geringen Anstrengungen (waren sie es wirklich oder schien es ihnen nur so?), wenn ich umkehrte.

In den letzten Jahren verfolgte ich einen Weg. Teilweise ging es steil bergauf und brachte mich zum Schnaufen, aber ich hatte ja gelernt: umkehren geht nicht. Um Ecken und Kurven führte es mich. Mal war es hell wie in einem Schlossgarten, dann wieder dunkel wie das Labyrinth des Minotaurus. Ich dachte, das müsste so sein und ging weiter. Auch, als es immer dunkler wurde. Auch, als die Gänge immer enger wurden. Hat nicht jeder so ein Labyrinth?

Seit der letzten Wegbiegung ist der Weg beschwerlich. Es ist dunkel und kalt, Steine fallen von der Decke und rollen auf dem Boden, ich stolpere wieder orientierungslos umher. Doch da drückte mir jemand eine Kerze in die Hand. Eine kleine nur, ich muss gut auf sie aufpassen. Aber sie spendet mit Licht und Wärme und sie kann mir helfen, noch mehr Kerzen zu finden, kleine und größere. Mit ihrer Hilfe finde ich vielleicht zurück ans Tageslicht.



* Meine Hausärztin hat heute BurnOut diagnostiziert. Die Diagnose macht mir gleichzeitig riesige Angst vor dem, was kommt und gibt mir Hoffnung, dass es jetzt endlich besser werden kann.

Montag, 5. September 2016

WmdedgT September 2016

Aufstehen 5:30 Uhr, Morgentoilette, anziehen, Schulfrühstück bereit stellen

Kinder wecken 6:00 Uhr, anziehen, kämmen, antreiben

Abfahrt 6:20 Uhr, Halt an Schule und Kita,

Ankunft bei meiner Schule 6:45 Uhr

Unterricht vorbereiten, Klassenbuch holen, Blick ans schwarze Brett, morgendliches Tee trinken und Besprechen der wichtigsten Sachen

4 Stunden Unterricht in Klasse 1, Lesen, Zählen, rechts und links

Nach Unterrichtsschluss Papierkram, Deko, Aufräumen bis 13:30 Uhr

Zuhause macht mein Mann mir Nudeln warm. Nach dem Essen geht es an den Schreibtisch, Unterricht vorbereiten.

Kinder aus der Kita holen 15:30 Uhr, spielen und Kaffee trinken bei Freunden.

Wieder zuhause das Haus in Schuss gebracht, weil morgen die Putzfeen kommen, um den Schmutz der letzten Wochen zu entfernen, Abendbrot.

Elternabend in der Schule der Großen. Wenig Zeit, mit der Freundin zu schwatzen, aber wir sind ja derzeit schon mit wenig zufrieden. Es wird wieder bessere Tage geben.

Versucht, die Welt zu retten, aber kläglich gescheitert angesichts der Komplexität. Auch im Gespräch mit dem Mann keine gute Lösung gefunden. Logisch eigentlich. Das nehme ich jetzt noch mit ins Bett.

Bitte, Frau Brüllen. Das war mein Tag. Und was haben die andren heute so gemacht?

Dienstag, 16. August 2016

Erste Klasse - Tag 2

Namen schreiben lernen stand heute auf dem Programm. Dafür hatte ich Blätter vorbereitet, auf denen ich die Namen der Kinder zwei Mal aufgedruckt hatte:

einmal als schwarze Linie, einmal hohl zum Nachspuren.

Auf der schwarzen Linie haben wir mit bunten Klebepunkten die Buchstaben des Namens nachgeklebt, es war sehr interessant, zu beobachten, wie unterschiedlich die Farben verteilt wurden. Manche Schüler klebten in Regenbogenfarben, andere gaben jedem Buchstaben eine eigene Farbe, einige verbrauchten Farbe für Farbe. Sehr hübsche Blätter sind dabei entstanden.

Anschließend wurde in den hohlen Buchstaben nachgespurt, bevor wir uns daran gemacht haben, die Namen abzuschreiben abzumalen. Einige Kinder konnten schon vor der Einschulung ihren Namen schreiben. Das passiert dann aber oft in Blockbuchstaben. Einige blieben dabei, andere gaben sich aber sichtlich große Mühe, ihren Namen mit Groß- und Kleinbuchstaben zu schreiben. Mit zunehmender Übung (wir schreiben den Namen auf die Rückseite jedes Arbeitsblattes) klappt es immer besser.

Dann haben wir gezählt, bis 68, versteckte Zahlen gesucht und Abzählreime gelernt. Heute hat keiner mehr gefragt, wann denn das richtige Lernen los geht. Prima. Dann bin ich zufrieden.

Der erste Schultag

Ich wollte schon gestern vom ersten Schultag berichten, aber dann überschlugen sich die Ereignisse...

Dass ausgerechnet am ersten Schultag nicht nur mein Mann auf Arbeit sein würde, sondern der Kurze auch noch morgens die antibiotischen Ohrentropfen gegen die Mittelohrentzündung brauchen würde, entspannte den Ablauf nicht unbedingt, aber wir durch Zauberhand waren halb 7 (was für eine grauenvolle Uhrzeit!) alle Kinder in Hort und Kindergarten verstaut und ich auf dem Weg zur Schule.

Immerhin war ich nicht mehr so aufgeregt wir am Sonnabend, trotzdem haben wir uns vor dem Unterricht gestern keine Zeit mehr genommen, um noch einen Tee unter Kolleginnen zu trinken. Halb acht enterte ich mit 19 neugierigen und mehr oder weniger ängstlichen Erstklässlern den Klassenraum. Dort verbrachten wir gemeinsam 4 Unterrichtsstunden, in denen ich ihnen immer wieder erklärte, warum man die Antwort nicht einfach in den Raum rufen soll, sie ihre Namen schreiben übten, wir das Schulhaus kennen lernten und sie mich abwechselnd fragten, wann denn endlich Pause sei bzw. wann wir endlich mit dem richtigen Lernen anfangen.

Anschließend waren wir alle ziemlich erschossen, die Kinder gingen in den Hort und ich war noch ein paar Stunden mit Papierkram beschäftigt.

Am Nachmittag gemütliches Beisammensein mit Kindern, Mann und Freundinnen, da aus dem Mutter-Tochter-Gitarrenkurs mangels teilnehmender Mütter (und Väter und Onkels und so) ein Kinderkurs wurde. Ein Tatsache, die ich gestern erst einmal sehr genossen habe.

Beim abendlichen Ins-Bett-Bringen fiel mir die Nachricht aus der Schule der großen Tochter ein: bitte Läusekontrolle durchführen! Das kommt immer mal wieder vor, aber wir sind seit fast 8 Jahren verschont geblieben, und so kämmte ich mal flugs durch und fand tatsächlich eine Laus.

Als versierte Elternforen und -blogleserin schickte ich den Schwiegervater in die Apotheke und seifte das Haar der Tochter mit Haarspülung ein. Nachdem wir Strähne für Strähne gekämmt und keine weitere Laus gefunden hatten, traf auch das Läuseshampoo ein. Es war mittlerweile um 9 und wir beide schon ziemlich müde. Eine kurze Kontrolle der beiden kleineren Kindsköpfe ergab zum Glück, dass diese läusefrei waren, so dass nur die Große eingeseift wurde. Nach Ausspülen und nochmaligem Auskämmen war es um 10 und sie bettelte darum, endlich schlafen zu dürfen.

Und ich auch. Und deshalb gibt es erst heute den Bericht zum ersten Schultag.

Montag, 8. August 2016

Nachts im Schlafzimmer

Heute geht die neue Schule los. Ich bin ein bisschen nervös, was sich irgendwie auch auf die Kinder zu übertragen scheint:

4:23 Uhr: Maxi teilt schon die Decke mit meinem Mann, Mini kuschelt seit einer Weile mit mir, da schallt ein “Papa, Mama, Papa, Mama!“ durchs Haus. Midi ist aufgewacht.
Ich wanke ins Kinderzimmer, wo sie mir mitteilt, dass sie es viel zu dunkel zum Schlafen findet. Mein Humor ist in meinem Bett geblieben, er fand es dort kuscheliger, so dass ich ihr nur wortlos das Nachtlicht anmache, bevor ich wieder ins Bett wanke.
Dort muss der Humor kurz aufgewacht sein, um Mini eine Lageveränderung vorzuschlagen. Der liegt jetzt mit ausgebreiteten Armen quer über das Kopfkissen. Ich bin so müde, dass ich mich einfach noch ein bisschen kleiner mache, als ich ohnehin bin, und mich ans untere Ende des Bettes lege.
Es könnte so schön sein, jetzt einzuschlafen. Aber nein, das Gedankenkarussell ist angesprungen und nimmt Fahrt auf. Wie wird es wohl in der neuen Schule laufen? Melde ich mich zuerst bei der Schulleitung oder gehe ich gleich ins Lehrerzimmer? Dort wird vermutlich wie immer jemand sagen, dass es keine festen Plätze gibt, das aber hier Frau Sowieso und dort Frau X und daneben Frau Y sitzt. Schon immer. Und so fahren die Gedanken Karussell und jauchzen laut im Fahrtwind.
Midi kommt und fragt, ob sie mit zu uns ins Bett darf. Weise ihr seufzend einen Platz am Fußende zu. Schiebe auch den Mini wieder in Position, in der Hoffnung, dass sich nun der Schlaf wiederfindet. Aber jetzt beginnt erst einmal ein nächtliches Ballett, ohne Musik, vorgetragen von meinen Kindern.
Maxi beginnt. Was sie tut, ist für ihre Verhältnisse nicht ungewöhnlich, sie ist eine sehr mobile Schläferin*. Sie tritt aus. Ihre Geschwister machen gern mit. Zuerst Midi: Tritt. Dann wieder Maxi: Tritt, Tritt. Midi antwortet mit einem Trommelwirbel. Maxi: Tritt. Midi muss ihr Energieverbrauch ziemlich ermüdet haben, denn sie schläft auf einmal tief. Mini übernimmt ihren Part. Und so kabbeln die schlafenden Kinder noch eine Weile, während auch ich endlich wieder ins Traumland hinüber gleite...

* Das hat sie von mir. Ich habe es als Jugendliche einmal fertig gebracht, mich im Schlafsack zusammenzurollen und dann umzudrehen, so dass ich beim Aufwachen ein bisschen panisch wurde, weil ich den Ausgang nicht so schnell fand.

Sonntag, 8. Mai 2016

Endlich Frühling! oder: Wie ich eine Sarouel-Hose nähte

Hurra, hurra, der Frühling ist da! Die Kinder hält es nicht mehr im Haus und die Große macht Luftsprünge vor Freude.
Nicht nur, weil das Wetter so schön ist, dass man am liebsten von früh bis spät im Garten herumtoben möchte. Auch, weil ihre Mama gestern abend in einem Anfall von Wahnsinn noch schnell eine so bequeme Hose geschneidert hat. Da könnte man glatt Purzelbäume schlagen:
Wir waren gestern zu Besuch bei Anni und haben zu Mittag leckere Eisbecher gegessen, Anni hat mir eine wundervolle Handtasche geschenkt, die im Rahmen des Taschenspieler-Sew-Along entstanden ist und zeigte die neuesten Sachen, die sie für ihren Sohn genäht hatte. Darunter eine Sarouel-Hose. Die Große juchzte laut, durfte mal anprobieren (obwohl sie vier Jahre älter ist als Annis Sohn, tragen beide die gleiche Größe) und hätte die Hose am liebsten nicht mehr ausgezogen.
Und so habe ich mich abends hingesetzt und nach einem Schnittmuster geguckt. Dabei bin ich auf den Blog von Ninchen gestoßen, die erklärt, wie man so ein Schnittmuster ganz fix selbst basteln kann. Okay, so ganz fix ging es bei mir nicht, da gab es noch den einen oder anderen Denkfehler. Aber als der Schnitt stand, gab es kein halten mehr. Dann wollte ich nur noch fix zuschneiden. Dann nur noch schnell die drei Nähte nähen. Und dann war ich ja schon fast fertig. Und als ich gegen 10 die fertige Hose in der Hand hielt, war ich nicht nur voller Endorphine, sondern hätte das Minchen am liebsten gleich geweckt, um sie die Hose anprobieren zu lassen. Aber ich konnte mich bremsen. Deshalb purzelt sie erst seit heute früh so fröhlich herum. Aber das reicht mir auch.

Verlinkt bei den kostenlosen Schnittmustern vom Nähfrosch, bei Meitlisache, Kiddikram, Nähzeit am Wochenende und  bei froh und kreativ. Was ist mit dem Kopfkino passiert, das funktioniert gerade nicht?


Donnerstag, 5. Mai 2016

WmdedgT Mai 2016

Erstes Aufwachen zur gewöhnten Alltagszeit 5:50 Uhr, alles noch ruhig.
Zweites Aufwachen 6:45 Uhr, die Kinder schlafen immer noch, aber die Blase drückt. Schleiche ins Bad, vielleicht kann ich ja noch etwas weiter schlafen? Ich muss an das Buch von Patricia (Das Nuf) denken, das eine Freundin neulich hiergelassen hat und grinse in mich hinein. Aber noch bevor ich die Toilette erreiche, begrüßt mich das Mittelkind fröhlich: “Guten Morgen, Mami! Ich bin aufgewacht! Hach, und ich hatte so schöne Träume!“ Okay, also auf das Sofa im Kinderzimmer kuscheln und der Motte beim Spielen zusehen.
Halb 8 kommt der Ehemann nach Hause und wird vom gerade erwachten Mini begrüßt: “Wor, Papsi,  heute ist Männertag. Und da müssen wir grillen, sonst verhungerst du!“ Mit den Kindern passende Sachen raussuchen, alle ziehen sich an. Auch der Mini zieht sich ohne Mucken alleine an.
Frühstück mit Papa und den kleinen Mäusen, die dann schnell ins Kinderzimmer umziehen. Als beide sich lautstark um die Schleich-Kühe streiten, von denen wir leider nur 5 Stück haben, geht mein Mann mit beiden rüber zur Oma und ich habe Zeit, die Küche aufzuräumen und eine kleine Hochzeits- und Männertagsbastelei zu machen. Wirklich eine ganz kleine.



Am Vormittag im Garten gewerkelt und versucht, die Sandkasteneinfassung von Unkraut zu befreien. Beschlossen, dass das eine Arbeit für mehrere Nachmittage ist. Auf der Terrasse Mittag gekocht (Bauernfrühstück vom Grill) und gegessen und einmal mehr festgestellt, dass ich Frühling auf dem Land geil finde. 

Mittagspause auf der Hollywoodschaukel, die Kinder liegen im Schatten auf einer Decke und hören Bibi Blocksberg. 

Am Nachmittag noch einmal etwas im Garten herumgewerkelt (nicht, dass man etwas davon sehen würde, aber wir waren noch fleißig), bis halb 6 meine Eltern mit Kuchen zum Kaffee trinken kamen. 

Eine Freundin samt Kindern kam dann auch noch und wie schon zum Aufstehen besprochen, wurde gegrillt, damit unser Papa nicht verhungert. ;-) Nun, er wird wohl bis nächstes Jahr überleben. Zumindest kann er bis dahin immer mal noch etwas von den Resten essen, die übrig sind, wir haben es wohl etwas zu gut gemeint.

Die Kinder bettfertig gemacht und der Mini hat 
mich sogar freiwillig gehen lassen und ist alleine (mit seiner Schwester im Zimmer, aber ohne Mama im Bett) eingeschlafen. Yeah! Wir machen Fortschritte. In zwei Wochen habe ich 
keine Ausreden mehr, warum ich abends nicht nähen/ arbeiten/ Sport machen kann. Hihi.

Bevor wir die Augen zu machen, werden der Mann und ich uns noch einmal  über Erziehung austauschen und darüber, was wir tun können, damit die Große 1. nicht mehr so eifersüchtig sein muss und 2. in ihren Frust der besten Freundin nicht mehr so böse Sachen um die Ohren haut.

Verlinkt bei Frau Brüllen 

Mittwoch, 4. Mai 2016

Zwölftel Blick im April

Jaja, ich bin spät dran. Aber es war auch nicht so einfach. Ich wollte ja gern Sonnenbilder, aber dann war hier ein Elternabend und dort ein Kita-Sportfest und so kam ich erst auf dem Weg zum Tanz in den Mai dazu, hier das monatliche Foto zu machen.


Ja, und dann sind wir in den Mai getanzt, am 1. Mai war Kinderfest auf der Festwiese und im Garten musste auch was gemacht werden. Und an den normalen Wochentagen komme ich ja sowieso zu nichts. Aber jetzt sitzen die Kinder vor dem Fernseher und gucken sich den Rabe-Socke-Film an (einen Spielfilm angucken ist unser Freitag-Abend-Ritual, und heute ist ja so etwas wie Freitag). Da kann ich hier ungestört tippen.





Und weil ich ja ein richtiges Sonne-Luft-Draußen-Kind bin (auch wenn ich dann dort am liebsten mit einem Buch auf der Hollywoodschaukel liege), tut mir der Anblick so richtig gut. So viele Blumen, so viele grüne Blätter: es ist herrlich! Das finden auch die beiden Kleinen, die zu den Fototerminen am liebsten durchs Unterholz kriechen:


Und so hatte ich viel Zeit, um ausgiebig die Tiere auf dem Schachtloch zu beobachten. Blesshühner, Haubentaucher, Stockenten, das Schwanenpärchen...





Und auch der Blick auf das gegenüberliegende Ufer ist ein Foto wert.





Und nun geht es Schlag auf Schlag. Jeden Tag erobert sich der Frühling ein Stück mehr. Heute fingen die Kerzen an den Kastanien zu blühen an. Die Kirschbäume verlieren schon wieder ihre Blütenblätter und die Knospen der Apfelbäume sind schon ganz dick.

Und vor uns liegt ein langes Wochenende. Das Wetter soll schön werden, wir werden Besuch bekommen und jemanden besuchen, aber auch Zeit für uns haben. Ich freu mich drauf! Und ihr?

verlinkt bei: Tabea Heinicker

Freitag, 29. April 2016

BloggDeinBuch - Die Kinder vom Birnbaumhaus

Wenn du das letzte Kind im Schulbus bist, unterhält sich Walid nur noch mit dir.
"Stell dir vor, Mieke", sagt er zum Beispiel. "Özil passt zu Müller rüber und der Müller so mit der rechten Hacke..."
Wenn du Mieke bist, hältst du dich jetzt an der Vorderlehne fest. Denn dann kennst du Walid schon seit ein paar Schuljahren und weißt genau, was jetzt kommt.
"Bäääääm!", sagt Walid, macht eine Bewegung mit seiner eigenen rechten Hacke und verlässt mal eben das Gaspedal.
Wenn du der Bus bist, kannst du ohne Benzin nicht fahren. Also machst du auf der Landstraße einen Satz vorwärts wie ein hüftkranker Grasfrosch und das bringt Walid zum Glück wieder zur Vernunft.



Ja, der Schreibstil von Anna Herzog ist speziell. Sie wechselt von der Ansprache übergangslos wieder in die Erzählform der dritten Person und zurück. Und verwendet dabei so wundervolle Sätze wie

Die Luft ist süß wie Himbeersaft und Mieke muss sie tief eintrinken, als sie von der letzten Stufe springt.

In ihrem Kinderbuch sammelt Anna Herzog wundervolle Naturerlebnisse, die sie in eindrucksvolle sprachliche Bilder verwandelt. Es war für mich eine einzigartige Lesefreude, da dieses Buch wirklich alle Sinne anspricht.

Mieke, um die es in diesem Buch geht, ist ein besonderes Mädchen. Sie wohnt mit ihrer Familie am Waldrand, trägt am liebsten Hut und Gummistiefel und sammelt Denkmalgeräusche und Denkmalgerüche. Natürlich hat sie Freunde, große und kleinere, aber was sie sich so richtig von Herzen wünscht ist eine Kinderbande. Aber weil man sich die nicht zum Geburtstag wünschen kann, stehen auf ihrem Wunschzettel ein Pferd, ein Hund und ein Baumhaus. Und das ist schon schwierig genug.

Schließlich kommt Miekes Geburtstag, und alles ist ganz anders, als sie es sich vorgstellt hat. Und an diesem Tag kommt so viel Abenteuer in Miekes Leben, wie sie es sich immer gewünscht hat. Denn im Nachbarhaus ziehen Zwillinge ein, Jungs, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Und mit ihnen kommen Streit, Prügeleien, Eifersucht, Diebstahl und Zerstörung und am Ende sogar eine Rettungsaktion, bei der es um Leben und Tod geht.

Kennt ihr diese Fußballzuschauer, die vor dem Fernseher mitfiebern, bei Torchancen aufspringen und laut schreien, sich bei Fehlschüssen frustriert wieder in den Sessel fallen lassen? So ging es mir, als ich Miekes Abenteuer lesen durfte. Die sind so eindrücklich geschildert, so spannend und aufregend, dass ich einige Male gern aufgesprungen wäre, um Mieke und ihren Freunden ein lautes "Los!" oder "Weiter so!" zuzurufen.

Natürlich findet sich am Ende alles. Und so sitzt Mieke am Ende im Kreis ihrer Freunde, ihrer Familie und ihrer lang ersehnten und erkämpften Kinderbande um ein Lagerfeuer.

Wie seltsam, denkt Mieke, jetzt habe ich alles bekommen, was ich mir gewünscht habe, allerdings alles irgendwie ein bisschen anders. Aber trotzdem gut. Sie lächelt das Feuer an und das Feuer spuckt ihr einen Funken vor die Füße. [...] 
"Durch Licht und Dämmrung führt der Pfad, durch Glück und Trauer, Trost und Rat", flüstert Mieke.
Und wenn du das Feuer wärst, würdest du jetzt vielleicht Mieke anlächeln und knistern: Ja, so ist das wohl.

Herzlichen Dank an BloggDeinBuch und den CoppenrathVerlag, die mir ein Renzensionsexemplar dieses wundervollen Buches zur Verfügung gestellt haben.

Donnerstag, 31. März 2016

Zwölftel Blick im März

Pünktlich zu Ostern - was für ein Klischee - ist der Frühling gekommen. Amseln und Spatzen zwitschern morgens, wenn die Kinder zur KiTa und Schule gebracht werden, um die Wette. Und Stiefel, Handschuhe und warme Jacken dürfen jetzt zuhause bleiben und werden nicht mehr gebraucht. Es ist aber nicht nur wärmer, sondern auch regnerisch geworden, was die Kinder allerdings nicht mehr aus dem Garten fern hält. Wenn es regnet, sitzen sie gemeinsam im Gartenhäuschen, in den Regenpausen aber springen sie draußen herum, graben den Sandkasten um und bauen sich Zelte und Buden.

Die Schwäne hatten heute keine Zeit, zu uns zu schwimmen. Bestimmt sind sie viel zu sehr mit ihrem Nestbau beschäftigt. Aber in der Pflanzenwelt konnten wir viele Frühlingsboten finden:





Auch an den Bäumen ist der Frühling nicht zu übersehen. Die Knospen der Kastanien und Magnolien platzen auf. Wenn ich diese riesigen Knospen sehe, staune ich, dass es nicht jedes Mal laut knallt, wenn sie aufplatzen.





Im März war viel zu tun. Ich habe einige wundervolle Bücher gelesen (darüber werde ich bestimmt auch noch einmal schreiben), für die Freundin meiner Tochter endlich das heiß ersehnte Nachthemd genäht, uns für eine anstehende Hochzeit im Freundeskreis vorbereitet. Pinterest war dabei wieder sehr hilfreich.


Außerdem staunen wir täglich über die rasante Entwicklung unserer Haustierchen, die sich das Töchterchen zum Geburtstag gewünscht hatte. Aber davon berichte ich später ausführlicher:

Wir erwarten mittlerweile täglich, dass sie sich verpuppen.


Verlinkt bei: 12tel Blick

Mittwoch, 2. März 2016

Mit fünf Jahren...

... bist du 116cm groß und 16kg schwer (oder leicht)
... kletterst du wie ein kleines Äffchen an deinen Lieblingsmenschen, aber auch an Treppen und Säulen hoch und runter
... wolltest du unbedingt ein Geburtstagsshirt mit einer 5 und warst enttäuscht, dass es nicht gleich morgens neben deinem Bett lag

Schnitt: Zoe von farbenmix, Gr. 110/116 schmal, Saum 5cm verlängert, Ärmel frei Hand gekürzt

... bist du immer noch großer Fan von Elsa, dagegen hat Mia keine Chance mehr
... hast du dir Schmetterlinge gewünscht, wenn du schon sonst keine Haustiere bekommst
... durftest du fünf Kinder zum orientalischen Geburtstag einladen und hast zum ersten Mal keinen Jungen dabei
... malst du leidenschaftlich gern
... singst und tanzt du die andere Hälfte des Tages


Bei uns ist es üblich, dass der Kindergeburtstag am Nachmittag des eigentlichen Geburtstags gefeiert wird. Deshalb habe ich heute morgen schon das Kinderzimmer dekoriert. Mit Hilfe der 1001-Nacht-Kiste von firlefantastisch konnten im Kinderzimmer tolle Märchenzelte entstehen. Außerdem liefert die Kiste noch Deko, Kostüme und Spielideen für die Party.


So werden wir nachher mit dem fliegenden Teppich in den Orient reisen, werden dort die Kinderbäuche beim Bauchtanz ordentlich durchschütteln, werden draußen Kamelrennen veranstalten und drin mit Tüchern und Edelsteinen handeln. Hoffentlich schaffen wir es auch noch, die kleinen Flaschengeister zu basteln, die ich bei pinterest entdeckt habe! Denn zum Spielen und Quatsch machen muss ja auch noch Zeit bleiben...

firlefantastische Bauchtanzkostüme - für 10 Kinder
Wir sind dann also mal beschäftigt... Die Kiste habe ich übrigens selbstständig bestellt und bezahlt, bin aber dermaßen begeistert vom Angebot und Preis-Leistungs-Verhältnis, dass ich hier gern davon berichte.
Kuschelhöhle Nummer 1

Kuschelhöhle Nummer 2


Edelsteine und Stoffdomino



verlinkt bei Meitlisache, Kiddikram

Montag, 29. Februar 2016

BloggDeinBuch: Die Wunschbox

BloggDeinBuch und der JumboVerlag haben mir mal wieder ein Buch, genauer gesagt eine Hörspiel-CD zum Testen zur Verfügung gestellt:

 In der Geschichte "Die Wunschbox" geht es um einen Professor, der eine Maschine erfunden hat, die so ziemlich alles herstellen kann, was man sich vorstellen kann. Heißes Eis schafft sie nicht, Tim hat es ausprobiert, aber ein intelligentes, sprechendes Zwergseidenäffchen, das hat sie geschafft. Und sogar eine zweite, kleine und transportable Wunschbox kann die Wunschbox des Professors für Tim herstellen.

Aber wir wissen alle: so eine Erfindung ist gefährlich. In den falschen Händen könnte damit großes Unheil angerichtet werden. Darum versteckt der Professor sie auch im Hotel von Tims Adoptiveltern, allerdings umsonst. Denn einige Tage nach der erfolgreichen Erprobung der Maschine ist der Professor plötzlich verschwunden. Tim ahnt sofort, dass da etwas nicht mit rechten Dingen zugeht und macht sich auf die Suche. Die Polizei ist ihm dabei keine große Hilfe, auch, weil er ja nicht erzählen darf, woran der Professor gearbeitet hat und so niemand von der Brisanz seiner Forschung weiß. Aber er hat ja das Zwergseidenäffchen Phil an seiner Seite. Mit ihm und Dee, der Enkelin des Professors, macht er sich auf die Suche. Gemeinsam befreien sie den Professor aus der Gefangenschaft und machen seine Entführerin unschädlich. Dabei müssen sie gegen Monster, Erwachsene und die Polizei kämpfen. Aber Tims transportable Wunschbox ist ja immer bei ihm und hilft ihm auch in größter Not.

Die drei CDs haben eine Gesamtspieldauer von 227 Minuten und reichen damit locker, um drei Kinderkleiderschränke gründlich auszuräumen, auszuwischen, die Sachen zu sortieren und wieder einzuräumen und die aussortierten Kleider zu sortieren nach zurückgeben - wegwerfen - spenden. Ich bedanke mich deshalb herzlich für die nette Abwechslung. Das Höralter ist vom Verlag mit 9 Jahren angegeben. Ich kann mir aber nicht vorstellen, dass meine jetzt 8-Jährige in einem halben Jahr die Ausdauer aufbringt, dieser Geschichte zu lauschen. Schade, denn sie ist sehr spannend und es hat mir großes Vergnügen bereitet, sie anzuhören.

12tel Blick im Februar

Das ist ein Wetter! Nachdem wir den ganzen Dezember und den halben Januar auf Schnee gewartet haben, hatten wir die Hoffnung ja schon wieder aufgegeben. Die Frühblüher haben schon längst den Garten erobert und wir freuen uns über die Farbkleckse, von denen wir jeden Tag neue entdecken.


Also haben wir gestern einen kleinen Spaziergang durchs Dorf gemacht und in die Vorgärten geguckt, was dort schon alles blüht und Futter für die Bienen und die anderen Insekten bereit stellt. Auf unserer Runde sind wir am Dorfteich vorbei gekommen, der mir zurief: Hier! Fotografiere mich für den 12tel Blick! Ich gebe bestimmt ein schönes Motiv ab! Und ich finde, er hat recht:


Sogar Schneeglöckchen kann man hier sehen, wenn man genau hinsieht:






Und die Schwäne hinten im Bild waren so nett, für uns einmal ans Ufer zu schwimmen. Die Kinder waren sehr beeindruckt, wie sie mit ihrer Brust durch das dünne Eis brachen, um ans Ufer zu gelangen. Hier präsentierten sie sich für uns mit ihrer ganzen Pracht:





Vielen Dank, liebe Schwäne! Da kommen wir im März doch gern wieder. Bis dahin darf es dann gern wirklich warm sein. Wir haben große Sehnsucht nach der Sonne und ganzen Nachmittagen draußen im Garten!

Der 12tel Blick 2015

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