Dienstag, 22. Dezember 2015

Allerliebste Geisterfreundin - Blogg Dein Buch

Seit ich wieder arbeite, lese ich in Wellen: da gibt es Wochen, in denen ich ein Buch nach dem anderen verschlinge und dann wieder Zeiten, in denen ich nichts lese (außer den Einträgen in der Bloglovin'-Leseliste und Facebook und Schulbüchern und...). In den Oktoberferien war so ein Hoch. Zuerst habe ich sämtliche Bände von Percy Jackson und der Folgereihe Helden des Olymp mit dem neu erschienenen letzten Band gelesen - die meisten Bücher davon bereits zum zweiten Mal, aber ich musste mich einfach wieder auf den aktuellen Stand bringen. Ich finde die Reihe toll und weiß jetzt so viel mehr über die griechische (und etwas über die römische) Mythologie, dass ich sie nur weiter empfehlen kann, auch, wenn sie für Jugendliche geschrieben ist.

In diesem Lesehoch kam also Blogg Dein Buch mit dem Vorschlag, doch ein weiteres Jugendbuch zu lesen. Gemeinsam mit dem cbj haben sie mir ein Rezensionsexemplar von Allerliebste Geisterfreundin - Du siehst doch Gespenster! zur Verfügung gestellt. Voller Enthusiasmus begann ich zu lesen... Und dann kam ein Tief, das lange dauerte. Aber vor ein paar Tagen war es beendet und ich lese wieder. Deshalb kann ich euch auch endlich von diesem Buch erzählen.

Die Geschichte ist eine Freundschafts- Abenteuer - Fantasy- Mischung für junge Mädchen. Nina und ihre Mitbewohnerin Tori, die in ihrem früheren Leben Victoria hieß und mit Ninas Oma befreundet war, erleben in diesem Buch schon ihr zweites gemeinsames Abenteuer. Trotzdem kann man alle Handlungen in diesem Band gut nachvollziehen, denn alle handelnden Personen werden ausführlich vorgestellt und eingeführt - für meinen Geschmack zu lange. Die Geschichte entwickelte sich lange, lange überhaupt nicht, was auch dafür gesorgt hat, dass ich das Buch so lange zur Seite gelegt habe.

Tori ist also schon in jungen Jahren gestorben und nun als Geist unterwegs. Leider kann sie nur zu Nina Kontakt aufnehmen, weil alle anderen Menschen in ihrer Umgebung einfach keine Antennen für ihre geistlichen Schwingungen haben. Das hindert sie allerdings nicht daran, ganz teeniemäßig für Ninas Bruder Alec zu schwärmen, was dem Leser bei jeder passenden und unpassenden Möglichkeit um die Ohren gehauen wird. Ich fand es schrecklich. Naja, ich bin eben kein Teenie mehr. Allerdings gibt es in Toris und Ninas Nachbarschaft offenbar noch mehr Geister, und die sorgen dann doch für etwas mehr Schwung in der Geschichte.

Eines Tages steht nämlich Hannes in Toris Dachkammer und bittet sie um Hilfe. Und deshalb unternehmen Tori, Nina, Ninas beste Freundin Sara und der Admiral, ein Gespenst, das in Saras Haus lebt, eine gemeinsame Zeitreise, in der sie dem lebenden Hannes begegnen und ein paar ziemlich gefährliche Rettungsaktionen durchführen müssen. Der einzige echte Gag dabei: Sara kann die ganze Geisterwelt nicht sehen, sie betritt also ein unsichtbares Geisterschiff, das sie in die Vergangenheit bringt und muss mit Hilfe der Geister, mit denen sie nicht kommunizieren kann, von deren Existenz sie aber von Nina weiß, ihrer Freundin aus der Klemme helfen.

Meine Lieblingsstelle:
(aus der Sicht von Tori erzählt)
Sara neben mir klappert mit den Zähnen, als hätte sie Schüttelfrost. Dabei sind es mindestens achtundzwanzig Grad.
Prüfend schaue ich zu ihr rüber. Ein wenig kann ich den Admiral verstehen. Wir sollten das nächste Mal vielleicht etwas kritischer darüber nachdenken, ob es so eine gute Idee ist, Sara mitzunehmen.
"Tori?", bibbert sie jetzt neben mir. "Tori, bist du da?"
"JA, du Schlottermaus!", blöke ich ihr ins Ohr. "Ich bin HIER! Direkt neben dir!"
Sara seufzt erbärmlich. Dann guckt sie sich um. Nach rechts, nach links, nach hinten... Aber sie sieht natürlich nichts.
[...]
Umso erstaunter bin ich, als sie sich plötzlich in MEINE Richtung dreht. "Tori? Bist du jetzt hier? Ich..." Sie stoppt und überlegt.
Dann guckt sie sich um, als fürchte sie, jemand könne sie hören.
Dabei geht nur der Admiral neben uns her, der fast wohlwollend zu uns beiden rübersieht.
"Ich glaube..." Sara lächelt zaghaft. "Ich... ich glaube einfach mal, dass du jetzt hier bist, ja?"

Das Buch werde ich wohl in unsere Schulbücherei stellen, vielleicht gibt es dort Mädchen, die mit den ständigen Seufzern von Tori etwas anfangen oder zumindest wohlwollend darüber weg lesen können.

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