Dienstag, 22. Dezember 2015

Allerliebste Geisterfreundin - Blogg Dein Buch

Seit ich wieder arbeite, lese ich in Wellen: da gibt es Wochen, in denen ich ein Buch nach dem anderen verschlinge und dann wieder Zeiten, in denen ich nichts lese (außer den Einträgen in der Bloglovin'-Leseliste und Facebook und Schulbüchern und...). In den Oktoberferien war so ein Hoch. Zuerst habe ich sämtliche Bände von Percy Jackson und der Folgereihe Helden des Olymp mit dem neu erschienenen letzten Band gelesen - die meisten Bücher davon bereits zum zweiten Mal, aber ich musste mich einfach wieder auf den aktuellen Stand bringen. Ich finde die Reihe toll und weiß jetzt so viel mehr über die griechische (und etwas über die römische) Mythologie, dass ich sie nur weiter empfehlen kann, auch, wenn sie für Jugendliche geschrieben ist.

In diesem Lesehoch kam also Blogg Dein Buch mit dem Vorschlag, doch ein weiteres Jugendbuch zu lesen. Gemeinsam mit dem cbj haben sie mir ein Rezensionsexemplar von Allerliebste Geisterfreundin - Du siehst doch Gespenster! zur Verfügung gestellt. Voller Enthusiasmus begann ich zu lesen... Und dann kam ein Tief, das lange dauerte. Aber vor ein paar Tagen war es beendet und ich lese wieder. Deshalb kann ich euch auch endlich von diesem Buch erzählen.

Die Geschichte ist eine Freundschafts- Abenteuer - Fantasy- Mischung für junge Mädchen. Nina und ihre Mitbewohnerin Tori, die in ihrem früheren Leben Victoria hieß und mit Ninas Oma befreundet war, erleben in diesem Buch schon ihr zweites gemeinsames Abenteuer. Trotzdem kann man alle Handlungen in diesem Band gut nachvollziehen, denn alle handelnden Personen werden ausführlich vorgestellt und eingeführt - für meinen Geschmack zu lange. Die Geschichte entwickelte sich lange, lange überhaupt nicht, was auch dafür gesorgt hat, dass ich das Buch so lange zur Seite gelegt habe.

Tori ist also schon in jungen Jahren gestorben und nun als Geist unterwegs. Leider kann sie nur zu Nina Kontakt aufnehmen, weil alle anderen Menschen in ihrer Umgebung einfach keine Antennen für ihre geistlichen Schwingungen haben. Das hindert sie allerdings nicht daran, ganz teeniemäßig für Ninas Bruder Alec zu schwärmen, was dem Leser bei jeder passenden und unpassenden Möglichkeit um die Ohren gehauen wird. Ich fand es schrecklich. Naja, ich bin eben kein Teenie mehr. Allerdings gibt es in Toris und Ninas Nachbarschaft offenbar noch mehr Geister, und die sorgen dann doch für etwas mehr Schwung in der Geschichte.

Eines Tages steht nämlich Hannes in Toris Dachkammer und bittet sie um Hilfe. Und deshalb unternehmen Tori, Nina, Ninas beste Freundin Sara und der Admiral, ein Gespenst, das in Saras Haus lebt, eine gemeinsame Zeitreise, in der sie dem lebenden Hannes begegnen und ein paar ziemlich gefährliche Rettungsaktionen durchführen müssen. Der einzige echte Gag dabei: Sara kann die ganze Geisterwelt nicht sehen, sie betritt also ein unsichtbares Geisterschiff, das sie in die Vergangenheit bringt und muss mit Hilfe der Geister, mit denen sie nicht kommunizieren kann, von deren Existenz sie aber von Nina weiß, ihrer Freundin aus der Klemme helfen.

Meine Lieblingsstelle:
(aus der Sicht von Tori erzählt)
Sara neben mir klappert mit den Zähnen, als hätte sie Schüttelfrost. Dabei sind es mindestens achtundzwanzig Grad.
Prüfend schaue ich zu ihr rüber. Ein wenig kann ich den Admiral verstehen. Wir sollten das nächste Mal vielleicht etwas kritischer darüber nachdenken, ob es so eine gute Idee ist, Sara mitzunehmen.
"Tori?", bibbert sie jetzt neben mir. "Tori, bist du da?"
"JA, du Schlottermaus!", blöke ich ihr ins Ohr. "Ich bin HIER! Direkt neben dir!"
Sara seufzt erbärmlich. Dann guckt sie sich um. Nach rechts, nach links, nach hinten... Aber sie sieht natürlich nichts.
[...]
Umso erstaunter bin ich, als sie sich plötzlich in MEINE Richtung dreht. "Tori? Bist du jetzt hier? Ich..." Sie stoppt und überlegt.
Dann guckt sie sich um, als fürchte sie, jemand könne sie hören.
Dabei geht nur der Admiral neben uns her, der fast wohlwollend zu uns beiden rübersieht.
"Ich glaube..." Sara lächelt zaghaft. "Ich... ich glaube einfach mal, dass du jetzt hier bist, ja?"

Das Buch werde ich wohl in unsere Schulbücherei stellen, vielleicht gibt es dort Mädchen, die mit den ständigen Seufzern von Tori etwas anfangen oder zumindest wohlwollend darüber weg lesen können.

Samstag, 5. Dezember 2015

WmdedgT am 5. Dezember



6 Uhr. Der innere Wecker funktioniert wunderbar. Vielleicht war es auch der Jüngste, der vor 10 Minuten mit Eisfüßen unter meine Decke gekrabbelt ist und nun mit beiden Händen mein Ohr festhalten muss, damit er noch ein bisschen schlummern kann.

Ich gebe die Sache mit dem Ausschlafen auf und schaue auf dem Handy, welche Blogeinträge in der Nacht erschienen sind. Erstaunlich viele, darunter die Erinnerung an WmdedgT. Könnte ich ja mal mitmachen, wenn ich den 12. schon immer wieder vergesse.

Das Licht weckt den Jüngsten endgültig und ich darf Dornröschen singen und vom gestiefelten Kater erzählen. Das Mittelkind scheint nur darauf gewartet zu haben und kommt nun auch angeflitzt. Das übliche Wochenendmorgenprogramm der Kinder wird abgespult, um mich aus dem warmen Bett zu vertreiben. Wie immer gewinnen sie.

Die beiden Kleinen verbinden das Nützliche mit dem Angenehmen und spielen Verkleiden, wenigstens sind sie angezogen. Nun habe ich eine Königin und ihre Tochter, die „Prinzesserin“ im Haus. Und wo kommt denn auf einmal der Löwe her? Ah, die Große ist direkt aus dem Bett in die Verkleidekiste gefallen. ich wasche schnell noch mein Lieblingsshirt.



Lasse die Königsfamilie spielen und decke den Frühstückstisch. Die Küche ist noch genauso unaufgeräumt wie gestern Abend, wieso haben die Wichtel ihre Arbeit eigentlich nicht gemacht? Muss ich das eben übernehmen: Geschirrspüler ausräumen, einräumen, Tisch abwischen, kehren die Erste. 

Die Kinder kommen zum Frühstück mit einem Bärenhunger, der nach 2 Löffeln Cornflakes schon total gesättigt ist, mehr passt beim besten Willen nicht in den Bauch. Die Adventskalender sind jetzt auch wirklich viel spannender.

Darf für das mittlere Kind einen Schneemann mit weißer Wolle umwickeln. Sie war nach 2 Runden mit ihren Kräften am Ende. Ungefähr 1000 Meter Wolle später hat der Schneemann eine weiße Bommel im Bauch, die Kinder spielen schon längst wieder im oberen Stockwerk und auf dem Tisch steht mein kalt gewordener Haferbrei. Prioritäten nicht ganz richtig gesetzt…



Treibe die Kinder an, weil der Fleischer 10 Uhr schließt. Die Entscheidung, ob man mit Roller oder Laufrad fährt und wie man welche Puppe transportiert, fällt nicht leicht, ist aber wichtig und muss dringend ausdiskutiert werden. Schließlich sind alle bereit und wir schaffen es tatsächlich zum Fleischer, bevor die Verkäuferin die Tür abschließt.




Etliche Würstchen und Stürze später müssen die frierenden Kinder sofort ins Haus, während ich noch schnell den Müll rausbringe und die Vögel füttere. Als ich in den Flur komme, befürchte ich kurz, dass hier eine Bombe explodiert ist, aber es sind nur alle Kinder bereits ausgezogen. Sie räumen nach mehrmaliger Aufforderung die Sachen sogar an ihren Platz, bevor sie weiter spielen. Zwischendurch erledigt die Große die Aufgaben des Känguru-Kalenders quasi "Im Vorbeigehen". Bin stolz.

Ich kümmere mich in der Zeit ums Mittagessen und koche Nudeln mit Bolognesesoße. Wenigstens der Sohn lässt sich dazu herab, sie zu kosten, die anderen beiden essen keine Tomaten, zumindest nicht in von mir gekochten Nudelsoßen. Sie streuen großflächig Käse über Nudeln, Tisch und Küchenfußboden.

Platze ganz nach Juul sehr authentisch und meckere die Kinder an. Die große Tochter murmelt ein geknicktes „Entschuldigung“ und streut sich eine weitere Handvoll Käsekrümel in den Mund, von der etwa 30 Prozent ihr Ziel auch erreichen. Die vier Jahre Pädagogikstudium haben sich echt gelohnt!

Verdonnere alle zur Mittagsruhe. Der Kleinste – mittlerweile im zweiten Kleid – schläft innerhalb von 10 Minuten, die anderen beiden sind zumindest leise in ihrem Zimmer, sieht man von gelegentlichem Rumpeln und Krachen einmal ab. Für mich startet mein beliebtes Küchenspiel: Geschirrspüler ausräumen, einräumen, Tisch abwischen, fegen die Zweite.

Wenn ich in ein paar Minuten die Mittagspause beende, werden wir noch das Chaos beseitigen müssen, das das leise Spiel der Kinder oben verursacht hat, dann geht es zum alljährlichen Adventsmarkt, der hier im Dorf nur an einem Nachmittag im Jahr stattfindet. Nach Zuckerwatte, Stockbrot, Crepes, Schokolade und Würstchen werden wir noch einen Spaziergang durchs dunkle Dorf machen, bevor zuhause alle in die Betten fallen.
Und was macht ihr so den ganzen Tag?

Freitag, 4. Dezember 2015

Advent, Advent... Adventskalendergeschichten

Ich muss euch unbedingt noch meinen Adventskalender zeigen! Am liebsten hätte ich das ja gleich am ersten Advent getan, rechtzeitig, damit ihr noch einen Last-Minute-Ideenanstupser bekommt, aber dann wäre euch ja der wundervolle Inhalt entgangen! Und deshalb müsst ihr euch die Idee eben für nächstes Jahr abspeichern.


Den Kalender habe ich, wie jedes Jahr, von meiner allerliebsten Anni bekommen. Wenn ihr mich fragt, ist sie die ungekrönte Adventskalenderkönigin. Im letzten Jahr hat sie mir ein Adventskalender-Bücherregal geschenkt, davor gab es einen Tannenbaum mit 24 Fächern, ein riesiges Stoffhaus mit Fenstern, und davor gabe es schon viele, viele. Die Kalender werden auch immer aufgehoben und zieren in den folgenden Jahren das Haus als Adventsdekoration.



In diesem Jahr hat sie also ein Zahlenschiebespiel in weihnachtlichen Farben gebastelt. Jeden Tag muss ich die Kästchen schieben, bis das Kästchen des Tages in der unteren rechten Ecke ist. Nur dort kann ich es herausnehmen. Wie man sieht, habe ich für morgen schon mal vorgearbeitet.

Aber ich wollte euch ja noch vom Inhalt erzählen: In den kleinen Kästchen sind von Anni handbemalte Erzählsteine. Ja, sie ist eine echte Allroun-Künstlerin! Sie näht die tollsten Sachen, sie bäckt die schönsten Torten, sie bastelt die schönsten Adventskalender und malen kann sie auch! (Und früher hat sie auch noch Puppen selbst gemacht, die kleine Sternenprinzessin, die sie vor 15? Jahren für mich gebastelt hat, sitzt immer noch auf meiner Kommode und darf von den Kindern nur ehrfürchtig bestaunt werden.) Hm, ich merke gerade, ich sollte euch Anni und ihre Kunstwerke mal in einem extra Post vorstellen. Mal sehen, was sie dazu sagt...



Aber jetzt wollte ich euch ja von den Erzählsteinen erzählen. Sie sind aus Salzteig hergestellt und Anni hat sich 24 kleine Motive überlegt, die zum Erzählen von Geschichten anregen sollen. Nur einen Dinosaurier wollte sie nicht malen, hat sie mir verraten. Die vier Steine sind also die, die ich in den letzten Tagen im Kalender gefunden habe. Sind sie nicht wundervoll? Sie hat mir schon im letzten Jahr so schöne Steine geschenkt, 24 weihnachtliche oder winterliche Motive, in einem wundervollen Samtbeutel, aus dem die Geschichten geradezu herausströmen:


Ihr wisst jetzt nicht, was ich mit den Steinen anfangen will? Nun, vorerst werden sie in der Familie ausgiebig getestet, aber wenn die Sammlung etwas größer ist, nehme ich sie mit in die Schule und wir benutzen sie, um uns Geschichten auszudenken. Ob dann jedes Kind einen Stein zieht und wir eine Fortsetzungsgeschichte erzählen oder ob sich ein Kind eine Handvoll Steine nimmt, um daraus eine Geschichte zu entwickeln, das passiert dann spontan. Auf jeden Fall ist Material für viele Geschichten vorhanden.

Die vier Steine haben den Geschichtenfaden schon schwingen lassen:



Es ist endlich wieder Frühling geworden. Ein junges Amselweibchen sitzt auf einem Ast und genießt die ersten warmen Sonnenstrahlen. Sie schließt die Augen und dreht ihren Kopf in den sanften Frühlingswind. Der Schnee hat viele kleine Pfützen auf der Wiese unter ihrem Baum hinterlassen und die Luft ist noch frisch und feucht. Die kleine Amsel saugt alle Eindrücke in sich auf, es ist ihr erster Frühling. Und während sie, immer noch mit geschlossenen Augen, gleichzeitig Wärme und frische Luft genießt, klingt ein wundervoller Ton an ihr Ohr. Ganz in ihrer Nähe singt jemand ein Frühlingslied, das genau zur Stimmung unserer kleinen Amsel passt, das den zauberhaften Frühlingstag feiert, die Luft, das Wasser und die Sonne. Die Amsel schaut sich um und erblickt ein paar Äste weiter einen Amselmann, der aus voller Kehle dieses Lied zwitschert. 

Einige Wochen später sitzt unser Amselweibchen auf seinem ersten Gelege, nur zwei kleine Eier liegen in ihrem Nest und sie hütet sie wie ihren größten Schatz. Sie wärmt sie mit ihren Brustfedern und fächelt ihnen mit ihren Flügeln frische Luft zu, sie wendet sie hin und her. Sie ist so stolz und glücklich über ihre beiden Eier. Das Amselmännchen versorgt sie mit fetten Regenwürmern und singt ihr die schönsten Lieder von der Sonne, dem Wind und dem Frühling.

Doch eines Tages, als die kleine Amsel gerade von den Eiern gestiegen ist, um sie mit ihrem Schnabel im Nest hin- und herzukullern, entdeckt sie in einem Ei einen Riss! Die kleine Amsel ist schrecklich aufgeregt, sie flattert vor Schreck um das Nest, besieht das Ei von allen Seiten. Ja, ein Riss, um die ganze Schale! Wie konnte das nur passieren, sie hatte doch so gut aufgepasst? War sie mit ihrem Schnabel zu fest an das Ei gestoßen? Der kleinen Amsel ist ganz elend zumute. Sie setzt sich vorsichtig auf ihre Eier, kuschelt das eine, angeknackste, unter ihre weichsten Brustfedern. Der Amselmann ist gerade unterwegs um Futter zu suchen, er kann ihr nicht helfen. 


Aber ein Eichhörnchen, das die Amsel jeden Tag besucht, hat eine Idee. "Es muss zu einem Arzt", sagt es. "Die Eule kann deinem Ei vielleicht helfen. Sie hilft mir auch, wenn ich mir die Pfote gestoßen habe oder der Bauch weh tut." Das Eichhörnchen hat in seinem Kobel viele lustige Dinge gesammelt, die die Menschen auf der Wiese liegen lassen. Da liegen eine Gabel, eine Glasmurmel, etwas glitzerndes Bonbonpapier. Und ein kleiner, schon ein bisschen faltiger Luftballon, der der kleinen Marie letzte Woche davongeflogen ist und sich in den Ästen des Baumes verfangen hat, in dem das Eichhörnchen wohnt. An dem Ballon knoten die beiden vorsichtig das Ei fest. Das Eichhörnchen wickelt seinen Schwanz um das Ei, um es vor Wind und vorm Zerbrechen zu schützen und macht sich mit dem Ei auf zur Eule. Das Amselweibchen wartet. Es muss ja bei dem anderen Ei bleiben, es wärmen, lüften und vorsichtig umherrollen.


 Zwei Tage später bringt der Buntspecht einen Brief von der Eule: 
"Liebe Amseleltern, euer Ei ist wohlbehalten angekommen. Bitte sorgt euch nicht, bald werdet ihr euer Kind gesund zurückbekommen. Eule"
Die Amsel wird von Tag zu Tag ungeduldiger.


Da weht der Wind einen kleinen, bunten Drachen mit einem großen Lachmund genau in ihren Baum. Und am Drachenschwanz, in einem kleinen Päckchen, das mit weichem Laub, Federn und Gewölle ausgepolstert ist, liegt ein winziges Amselküken. Sofort reißt es den Schnabel auf und piepst. "Hunger!" schreit es, "Futter, Futter!" Ach, wie sind die Amseleltern froh! Der Vater fliegt sofort los, um kleine Regenwürmer für den kleinen Piepmatz zu suchen. Das Amselweibchen sitzt immer noch auf dem zweiten Ei. Auch dieses Ei hat einen großen Riss in der Schale, aber ihr Amselmännchen hat ihr nun erklärt, dass aus diesem Riss bals ihr zweites Küken schlüpfen wird. Sie nimmt ihr erstes Kind zwischen die Brustfedern, wo es warm und luftig sitzt und erzählt ihm die aufregende Geschichte seiner Geburt.


Seid ihr noch da? Diese Steine sind perfekt für den Freutag, weil ich sie so wundervoll finde. Bestimmt geht es euch genauso. Welche Geschichte ist euch denn als erstes durch den Kopf geschossen?

Sonntag, 22. November 2015

Piep, piep

Hier war es lange, lange ruhig. Auch auf den anderen SocialMedia-Kanälen bin ich nicht mehr so aktiv, leider. War doch das Bloggen auch immer ein guter Anlass, schöne Fotos von den Kindern zu machen und dabei auch einmal den Blickwinkel zu ändern, um sie nicht allzu öffentlich abzulichten.

Nun ist es hier gerade sehr ruhig und ich will einfach mal wieder piepsen. Ich habe auch passende Fotos mitgebracht. Szenen, die sich hier gerade vor dem Fenster abspielten.


Wir haben keine Haustiere, sehr zum Leidwesen meiner Kinder. Ja, auch ich träume manchmal von einem kuscheligen Kater oder vier lustigen Meerschweinchen, die durchs Haus huschen. Aber dann denke ich daran, an wem die Arbeit hängen bleibt - zusätzlich zu dem, was hier so schon liegen bleibt - und verschiebe die Sache mit den Haustieren auf irgendwann später.


Umso schöner ist es, diese kleinen Tiere vor dem Fenster zu haben. Den Kindern macht es den ganzen Winter hindurch großen Spaß, das Futter in die Säule zu schütten und ich liebe es, wenn dann vor dem Fenster das Gezeter losgeht. Dann streiten sie sich um die besten Plätze, fliegen nach hier und hüpfen nach da. Und auf einmal, keiner weiß, warum, fliegen sie alle fort. Nur um kurz darauf wieder zu kommen. Erst einer, dann zwei und dann ist wieder der ganze Baum voller Vögel.


Ja, ich gestehe, die Qualität der Bilder ist nicht überragend. Aber bald ist ja Weihnachten. Vielleicht lässt sich da ja irgendwas machen. 8-)


Und während ich jetzt weiter den Spatzen zuschaue und den Tee trinke, den mir die liebe Anni bei ihrem letzten Besuch hiergelassen hat, denke ich darüber nach, wie es hier im Blog weitergehen kann. Ich nähe schon noch, wenn auch nicht mehr so oft. Dabei entstehen in letzter Zeit öfter Sachen für mich und das gefällt mir gut. Aber wer macht dann die Fotos? Und ohne Fotos... Klar, oder? Oder soll ich euch öfter mit "auf Arbeit" nehmen und aus der Schule erzählen? Hm, die Tasse ist noch halb voll. Ich habe also noch ein bisschen Zeit zu überlegen.

Donnerstag, 2. April 2015

This is not okay!

Susanne von mamimade hat da in den letzten Wochen eine neue Aktion ins Leben gerufen, die meinen Nerv voll trifft. Es geht um die Viel-Billig-Kaufen-Mentalität der Kunden und die Unmengen-Billig-Produzieren-Mentalität der Firmen. Manchmal frage ich mich, ob es bei diesem Spiel überhaupt noch Gewinner geben kann? Schon bevor ich selbst genäht habe, war mir klar, dass Kleidung viel zu billig verkauft wird. Seit ich selbst nähe, ist mir klar, wie viel zu billig. Deshalb auch von mir diese Nachricht an die Bekleidungsindustrie:




Als arbeitende Mutter von drei kleinen Schmutzfinken muss auch ich mich um ausreichend Kleidung für meine Familie kümmern. Da ich die Ausbeutungspraktiken der Textilindustrie aber schon lange nicht mehr unterstützen möchte, suche ich schon seit Jahren nach Alternativen. Früher kaufte ich gern Kinderkleidung bei jakoo, vertbaudet und Co., heute versuche ich diese Firmen zu vermeiden. 

Meine Alternativen? Vieles nähe ich inzwischen selbst. Heute erst kann ich ganz stolz meine erste richtige Hose für Maxi präsentieren: eine Schnabelinose. Dass sie mir förmlich unter der Nähmaschine weggerissen wurde und Maxi sie sofort angezogen hat, freut mich unheimlich. Auch Shirts, Röcke, Leggings und Schlafanzüge werden nicht mehr gekauft. Und meine eigenen Shirts nähe ich auch selbst.

Schnabelinose aus Sternchencord

Aber viele Sachen kann ich einfach nicht so nähen, wie ich sie gern anziehen würde. Jeans für mich zum Beispiel. Oder die Jeansjacke, die sich Maxi neulich gewünscht hat. Für solche Fälle hilft mir ubup - eine Plattform, auf der gebrauchte Kleidung verkauft wird. Noch vor zwei Jahren hätte ich vermutlich nicht geglaubt, dass ich mal SecondHand-Hosen trage. Aber ich bin mir sicher, dass das niemand merkt, der es nicht weiß. Die sind in einem tollen Zustand!

Für alle Leser, die nicht selbst nähen und für die SecondHand keine Alternative ist, hat Susanne aber auch einen Tipp: wenn ihr in einen Laden geht, um etwas zu kaufen, dann kauft auch nur das! Lasst euch von den lockenden Angeboten nicht verführen! Denn auch das ist ein Teil der Billig-Wegwerf-Mentalität: die im Vorbeigehen mitgenommenen "Schnäppchen". Eine Bekannte von mir sagt dazu nur wegwerfend: "Nur nicht ausgegebenes Geld ist gespartes Geld." Und sie hat Recht! (Und ja, in dieser Hinsicht muss ich mir auch an die eigene Nase packen.) Lassen wir die Sachen, die wir gar nicht wirklich brauchen, im Laden. 

Was mich dabei besonders ermutigt, ist Susannes Idee, den Firmen unter die Nase zu reiben, was sie gerade nicht verdient haben. Wie viel Geld ich gerade nicht bei ihnen ausgegeben habe. Ein Foto von den Dingen machen, die man lieber im Laden gelassen hat, weil sie nicht fair produziert werden, und bei instagram, twitter oder facebook mit dem Hashtag #thisisnotokay versehen. Vielleicht öffnet das bei den Firmen das eine oder andere Auge. Wir sind die Kunden! Wir haben das Geld! Und deshalb können wir auch fordern, dass wir fair produzierte Kleidung (und Nahrung, Alltagsgegenstände etc.) kaufen wollen. Seid ihr dabei?

Dienstag, 31. März 2015

12tel Blick im März

Es ist wie verhext. Die letzten Tage der vergangenen Monate waren immer grau und verregnet. Jawohl, ich habe den Fotobeweis! Egal, wie frühlingshaft das Wetter im Verlauf des Monats war - und wir hatten ja schon im Januar Tage, an denen ich am liebsten die Kurzarmsaison ausgerufen hätte - zum Monatsende wurde der Himmel grau. Und wenn die Zeit für das 12tel-Blick-Foto heran ist, regnet es dicke Tropfen.


Es ist auch immer noch kein bisschen grüner. Im Dorf blühen schon die ersten Bäume und ich bin gespannt, ob der große Mirabellenbaum, der im Hintergrund wächst, beim nächsten Bild noch sein prächtiges Blütenkleid zeigt - das sieht nämlich sehr beeindruckend aus. 

Im Rest des Gartens dagegen sind schon viele Farbtupfer zu bewundern:


Die Iris gehören zu den ersten Blumen in unserem Garten und blühen noch vor den Krokussen. Dieses Bild habe ich schon vor zwei Wochen fotografiert. Heute sind die Blüten schon verwelkt und machen Tulpen und Narzissen Platz.


Gelbe, blaue und weiße Krokusse machen das Leben bunter. 


Im Augenblick verteilt Sturmtief Niklas auch noch die bunten Plasteeier, mit denen die Kinder Sträucher und Bäume geschmückt haben, über den Rasen im Vorgarten und lässt alles noch ein bisschen bunter aussehen. Und die Kinder haben sicher ihren Spaß, wenn sie die Eier wieder anhängen dürfen. 

Ich wünsche euch ein paar schöne Ostertage, auch, wenn das Wetter mal wieder so gar nicht frühlingshaft werden soll. 

 Liebe Grüße,
Frau Pappelheim

Montag, 23. März 2015

Schreibzeit: Privates Bloggen


Bine denkt in ihrem dritten Teil der Schreibzeit dieses Mal darüber nach, wie privat ein Blog sein kann. Wie privat kann etwas sein, das öffentlich gemacht wird?

Was das Thema angeht, bin ich immer noch mehr auf der Suche nach meiner Wahrheit. Wie viele Details unseres Alltags will ich erzählen, wie weit lasse ich euch hinter unsere Fenster schauen? Geheimnisse gibt es hier nicht zu sehen, aber zum Beispiel viel mehr, als ich bei facebook veröffentlichen würde. Nicht wundern, das folgt keiner objektiven Logik. Außer vielleicht der, dass ich dort mit meinem Klarnamen auftauche, den Kollegen und Freunde zwangsläufig kennen, während ich mich hier hinter der Frau Pappelheim verstecken kann.

Wie viel ich hier von uns zeige? Irgendwo habe ich einen Vergleich mit der Bushaltestelle gelesen. Der hat mir gut gefallen. Auf meinem Blog zeige ich  von unserem Leben ungefähr so viel, wie der sonntägliche Spaziergänger beim Blick über den Zaun sehen kann. Das ist mal etwas aufgehübscht, mal der alltägliche Wahnsinn, je nachdem, wie es sich besser verpacken lässt. Denn schießlich will auch ich euch Leser zu einer Reaktion bewegen. Sonst könnte ich ja auch einfach in ein hübsches Buch schreiben.


Was bedeutet für Euch Euer Blog? Ist er tatsächlich ein privates Tagebuch? Schreibt Ihr wirklich nur für Euch? Ganz ehrlich? Oder möchtet Ihr vielleicht doch, dass Eure Stimme da draussen gehört und wahrgenommen wird? Ist da vielleicht diese kleine Stimme im Ohr, die einem sagt: Mal sehen, wieviele meinen Post lesen werden und wieviele ihren Senf dazugeben? Und seid Ihr dann eventuell enttäuscht, wenn es weniger als erhofft sind?

fragt Bine und bringt mich ins Grübeln. Angefangen habe ich das Bloggen eigentlich nur, weil ich für eine Freundin die Technik ausprobieren wollte. Aber dann kam das Dazugehören-Wollen und die Freude, wenn man eine Reaktion auf das Geschreibsel bekommt. Und schließlich irgendwo im Hinterkopf der Gedanke: Du hast lange nichts mehr geschrieben. Du müsstest mal wieder ein Lebenszeichen von dir geben... 

In bestimmten Rubriken, den Rückblicken, ist mein Blog tatsächlich mehr ein Tagebuch, da will ich nichts komponieren, nichts verschönern. Das mache ich hauptsächlich für mich und um mich zu erinnern. Andere Rubriken, vor allem meine Nähwerke, versuche ich schon so zu gestalten, dass sie euch ansprechen und bestenfalls inspirieren. Das ist auch der Grund, warum hier so viele Sachen noch nicht gezeigt wurden - sie wurden immer noch nicht ins richtige Licht gerückt.

Was der Spaziergänger und ihr übrigens nicht sehen könnt, weil sie unfertig in der Küche liegt, ist die angefangene Schnabelinose für Maxi. Leider muss ich sie in vielen kleinen Etappen fertig stellen, aber sie gefällt mir jetzt schon ausgesprochen gut. Und wenn sie so sitzt, wie gehofft, bleibt sie sicher nicht die letzte. Und dann hoffe ich, dass ich alles so arrangieren kann, dass sie nicht ungebloggt bleibt. Das wäre nämlich wirklich sehr schade...

Freitag, 13. März 2015

BloggDeinBuch: Durchstarten an der Nähmaschine

Erinnert ihr euch? Schon im Januar hatte ich das Buch zugeschickt bekommen und auch direkt begeistert ein Lesekissen daraus genäht, das auch immer noch begeistert benutzt wird. Ich mag es übrigens am meisten, wenn ich auf dem Sofa liege, Kopf auf dem Leseknochen, das Buchkissen auf dem Bauch. Öhm...jedenfalls, wenn ich dazu komme. In letzter Zeit liegt es mehr einsam rum oder wird von Maxi adoptiert.


Gerade habe ich dazu aber keine Zeit, denn mein Gewissen plagt mich. Ich hatte versprochen, das Buch vorzustellen, es wird nun höchste Zeit. Das Einzige, was mir zu meiner Verteidigung einfällt, ist, dass es so möglicherweise in dem einen oder anderen Osternest landet...


Wie auch immer. BloggDeinBuch und der EMF-Verlag hatten mir das Buch zur Verfügung gestellt und darüber freue ich mich sehr. Es ist, wie am Titelbild unschwer zu erkennen, eher für junge Mädchen (und Jungen) gemacht und deshalb absolut abfängergeeignet. Auf den ersten Seiten findet man allerhand Grundlagenwissen: Welche Werkzeuge man so benötigt, Was für Stoffe es gibt und wie man sie richtig verarbeitet, Wie man ein Schnittmuster kopiert, mit der Nähmaschine näht und von Hand Knöpfe annäht und Wendeöffnungen verschließt. Ein Nähführerschein, bei dem man ein Atelyeah-Eichhörnchen näht und dabei verschiedene Techniken anwendet, schließt dieses Kapitel ab.


Die 25 Projekte sind unterteilt in verschiedene Verwendungszwecke, Für Dich, Für Dein Zimmer und so ähnlich und werden durch 3 Nüsse in Schwierigkeitsgrade eingeteilt, die ich nicht immer nachvollziehen konnte, aber ich bin ja auch keine dreizehnjährige Nähanfängerin. Das Lesekissen jedenfalls ist mit drei Nüssen eins der schwierigsten Projekte. Ein Projekt, das mich auch sehr anspricht, ist der riesige Vogel mit den langen Bommelbeinen. Wenn ich irgendwann mal nicht mehr weiß, was ich mit ganz viel Stoff machen soll, nähe ich den. Ansonsten findet man verschiedene Beutel, Säcke, Utensilos, aber auch die Anleitung für einen Loop und ein WendeBeanie.



Die Aufmachung gefällt mir sehr gut. Die Farben sind frisch, die Seiten mit kleinen Bildern aufgelockert, die Fotos von den fertigen Näharbeiten sehr ansprechend und inspirierend. Die einzelnen Projekte sind teilweise bekannt, aber dazwischen finden sich immer wieder Perlen und tolle Ideen. Die Anleitungen selbst sind verständlich beschrieben und bebildert. Das zweite Buchkissen konnte Maxi fast ohne meine Hilfe nähen - und die ist nicht nur Näh- sondern auch Leseanfängerin! 



Eigentlich gibt es nur ein einziges, kleines Detail, das mir nicht gefällt. Der - übersichtliche, auf sehr stabilem Papier gedruckte - Schnittmusterbogen ist einfach nur ins Buch hinein gelegt, so dass er leicht wieder heraus fallen kann. Da wäre eine kleine Lasche, wo man ihn feststecken kann, schon günstig. Die rüsten wir jedenfalls noch nach. Ansonsten bekommt dieses Buch von mir eine klare Kaufempfehlung für alle, die nählustige Jugendliche zuhause haben.Und deshalb stelle ich das Buch auch gleich in Goldkinds Bücherregal.

Donnerstag, 12. März 2015

12aus12 im März

Um 6 klingelt der Wecker. Heute ist mein Mann zuhause und der Kleinste krank, das bedeutet für mich einen ruhigen Morgen, alleine im Bad, ich könnte fast noch ein paar Minuten liegen bleiben, aber sowas kann ich nicht. Ich bin eine Bettflüchterin. Wenn ich noch stundenlang im Bett liegen und lesen könnte, wäre das etwas anderes, aber so... 


Ein kurzer Blick aufs Smartphone, wie wird das Wetter? Öhm... Nee, das bezweifle ich. Aber auch nach aktualisieren und Neustart besteht das Telefon auf 30°C Höchsttemperatur. Ich bin ein bisschen erleichtert, dass ich mich nicht darauf eingelassen habe.


Brotdose und Wasserflasche in die Tasche packen. Als ich sie vorhin wieder ausgepackt habe, waren sie wie meistens unangetastet, nur eine Birne habe ich während der Aufsicht bei der Hofpause gegessen. Außerdem Bäckergarn für die Werkenstunde, eine Hörspiel-CD wirkt unglaublich gegen einen zu hohen Geräuschpegel.


Als ich ins Auto steige, sind alle Kinder wach, den Mini habe ich schon mit Frühstück versorgt, die Mädchen brauchen heute länger zum Anziehen, dürfen aber auch. Ich habe jetzt eine halbe Stunde Autofahrt vor mir, mir allen Freuden und Leiden.


So viel zur Wetteranzeige...

In der Schule hätte es so einige schöne Motive gegeben, aber keine Zeit. Die Klassenzusammensetzung ist etwas explosiv, da bleibt nicht viel Zeit zum Luftholen. Aber wir hatten einen lustigen Tag, mit Windräder basteln, der Malfolge mit Null ("Hole 3 mal null Schüler nach vorn!") und Frühlingsbeobachtungen.


Kurz vor 3 fliege ich nach einem gesunden und entspannten Mittagessen wieder zuhause ein. Es bleibt nur noch wenig Zeit bis zum nächsten Termin.


Schnell die Einkäufe verstauen,


... Blumen ins Wasser. Die Vase ist etwas zu hoch, aber da habe ich mir doch neulich erst was bei meiner Freundin abgeguckt... Ich freue mich über diese gute Idee.


Jetzt die Turnsachen packen, Kinder einsammeln und los zum Familiensport. Das ist eine tolle Veranstaltung, bei der sich Eltern und Kinder eine Turnhalle teilen. Die Erwärmung findet gemeinsam statt, dann machen die Eltern ein paar Muskel-Aufbau-Übungen und die Kinder turnen über verschiedene Geräte, lernen jonglieren und auf dem Ball laufen, turnen am Trapez und klettern am Tuch an die Hallendecke.


Der Mini ist zu klein und zu krank und darf mit der Oma spazieren gehen. Die beiden genießen ihre Donnerstage.


Nach dem Turnen deftiges Abendbrot bei Oma und Opa. Ich habe keinen Appetit und erinnere mich mit Grausen an die vielen Bauchschmerzenkinder heute in der Schule. Bitte kein Magen-Darm! Die Kinder essen und trinken mit viel Appetit.


Zuhause würde ich gern noch ein bisschen was für die Schule machen, aber...


... mein Sohn braucht den Computer dringend zum PeppaWutz-Gucken. 

Jetzt ist die Arbeit doch getan, die Kinder im Bett und die Topmodels zuende. Zeit für mich, ins Bett zu gehen. Morgen klingelt der Wecker zur gewöhnten Zeit.

Und was habt ihr heute so gemacht?

Montag, 2. März 2015

Mein zwölftel Blick im Februar

Sieht gar nicht so anders aus als im Januar, obwohl er sich schon ganz anders anfühlt. In den letzten Tagen hat sich schon so viel getan, die Schneeglöckchen, Krokusse und Iris blühen, die Bäume haben schon dicke Knospen und vereinzelt Blätter und die Sonne scheint viel häufiger. Aber gestern war es trüb und regnete viel, gut für die Pflanzen. Heute sieht es schon wieder viel freundlicher aus.


Aber ich hoffe wirklich sehr, dass es sich im März deutlich grüner präsentiert.

Mehr Aus- und Einblicke findet ihr hier.

Samstag, 28. Februar 2015

Februarrückblick und Märzausblick

Habt ihr euch schon gefragt, wo ich stecke? Bis zum Hals in Arbeit, kann ich euch sagen. In sehr anstrengender (körperlich wie seelisch), aber sehr befriedigender Arbeit. Die Befriedigung, die ich am Ende des Tages empfinde, bemerken sogar meine Kinder. Maxi sagte neulich: "Mama, du bist jetzt immer so gut gelaunt..." So kommt meine Arbeit sogar meinen Kindern zugute.

Der Februar war für uns also vor allem gegen Ende sehr turbulent, seit gefühlten Ewigkeiten kränkelten auch alle drei Kinder (fantastisches Timing!), deshalb ist es umso wichtiger, mal einen Schritt zurück vom Alltag zu machen und mal zu schauen, wie es uns gerade geht.

Das Winterende macht sich bemerkbar...


... zuerst in der Luft. Und im Licht. Und dann sind da auf einmal Blumen in der Wiese und Schneeglöckchen, Krokusse und seit einigen Tagen auch die Iris bringen die ersten bunten Tupfer ins Wintergrau. Wenn dann noch die Amsel morgens singt, ist kein Zweifel mehr: der Winter ist vorbei! Endlich!

Wir erobern den Garten zurück, heute gab es sogar schon den ersten Kaffee auf der Terrasse. Maxi geht den Weg zur Schule wieder im Hellen, ich genieße die warmen Sonnenstrahlen. Wunderbar!



So treiben wir den Winter aus:

Blumen! Auf dem Küchentisch stehen die ersten Tulpen und Narzissen, vor der Tür ein Gesteck aus Frühblühern. Der Garten wird vom Laub befreit und die Beete wieder fein gemacht. Mini hat mir dabei unheimlich geholfen und mit seiner kleinen Harke ganz viel Erde auf den Fußweg geharkt, den Unkrauteimer regelmäßig (auf dem Beet) entleert und die frischen Krokusse aus dem Beet gezupft. Oh, er ist gerade so auf Krawall gebürstet! Auch im Gemüsegarten wurde das erste Beet angelegt und Möhren eingesät. 

Käfer aus Kreisen Papier

Das Haus wurde von Midi und Maxi mit unzähligen Marienkäfern verziert. Auch ein Nebenprodukt meiner Arbeit, wir mussten die Anleitung schließlich ausprobieren. Maxi hatte viel Spaß an der Arbeit mit dem Zirkel, das müssen wir jetzt vermutlich öfter machen. Aber erst einmal müssen wir Schnecken basteln und ausprobieren, ob das die Zweitklässler auch hinkriegen.

So haben wir uns in diesem Monat gezeigt, dass wir uns lieben

Der Valentinstag war ein Tag wie jeder andere auch, vielleicht sogar etwas stressiger, weil wir ja gerade aus dem Urlaub zurück gekommen waren. Aber man sollte sich ja sowieso lieber im Alltag zeigen, wie wichtig man sich ist. Und so haben wir viel schöne Zeit miteinander verbracht, gemeinsam Kuchen gebacken, Bücher gelesen, Geburtstagspartys geplant... Und allem Zeitdruck zum Trotz habe ich für Midi noch ein Geburtstagsshirt genäht. Das musste einfach sein.

So feiern wir Fasching/ Karneval:

Den feiern bei uns nur die Kinder in der KiTa. Und das in diesem Jahr auch sehr unspektakulär mit Kostümen aus dem riesigen Fundus unserer Verkleidekiste. Mini und Midi hatten die Wahl zwischen Prinzessin, Hexe, Wikinger, Pirat, Fee, Löwe, Pinguin, Fliegenpilz, Braut, Hase, Pippi Langstrumpf, Zauberer... Midi hat sich für das Löwenkostüm entschieden, dass Oma einige Wochen vorher mitgebracht hatte, Mini ging als Feuerwehrmann. Und ich habe kein einziges Foto gemacht...



 
Bis Ostern will ich darauf verzichten:

Ich hab lange überlegt. Schokolade? Zucker generell? Wäre schon nicht schlecht, aber das kann ich jetzt überhaupt nicht gebrauchen. Und da ich in dieser Woche bis nachmittags kaum zum Essen gekommen bin, ist das auch gar nicht mehr so dringend. Was viel überflüssiger ist und deshalb sowieso dringend reduziert werden muss, sind Handyspiele. Also tschüss Quizduell und Bonbonspiel, auf euch kann ich liebend gern verzichten! Über die frei gewordene Zeit freuen sich meine Kinder. Und ich auch: der dritte Band von Cornelia Funkes "Reckless"-Trilogie ist endlich veröffentlicht!

Wie war euer Februar? Habt ihr Lust zu erzählen? Dann verlinkt euch hier:



Und das beschäftigt uns im März:

Der März hat seinen Namen nach dem römischen Gott Mars, dem Gott des Krieges und des Wetters. Und tatsächlich kann man spüren, wie im Monat März der Frühling und der Winter miteinander kämpfen. Es nützt aber nichts. Der Frühling gewinnt immer. 


  • Die Natur erwacht zu neuem Leben und wir sind dabei
  • Unsere Ostertraditionen
  • Die Tage werden länger, die Kleider kürzer

Zitat aus: Das große Familienbuch der Feste und Bräuche

Sonntag, 15. Februar 2015

12 von 12 im Februar

Jaja, ich weiß, ich bin spät dran. Aber unseren 12. Februar haben wir im Urlaub verbracht und da habe ich meinen Computer nicht dabei. Ich hätte auch eher keine Zeit dafür. Deshalb kommen unsere 12 Fotos eben ein paar Tage später.

Wir haben nun schon zum zweiten Mal unsere Winterferien nicht im Schnee, sondern im Center Park Bispinger Heide verbracht. Das ist mit unseren kleinsten Hüpfern so viel stressfreier als durch Schnee und Wind zu pflügen und sowieso nicht Skifahren zu können. Zu meinem persönlichen Leidwesen vermisst die Große nun Orry mehr als das Skifahren. Hoffentlich kann ich sie in ein paar Jahren davon überzeugen, dass wir doch lieber wieder in den Schnee fahren...

Was ich wirklich richtig, richtig schön finde in den Center Parks ist die Architektur. Riesige Fenster und die Häuser umgeben von Wald. Deshalb ist der morgendliche Blick aus dem Fenster, während wir noch gemütlich im Bett liegen, schon einer meiner Tageshöhepunkte.


Midi hat in der Nacht gebrochen (was war ich dankbar, dass hier noch Wechselbettwäsche lag) und mein Mann und ich hatten noch einen kleinen nächtlichen Kind- und Bettreinigungseinsatz. Auch Bruno musste gebadet werden und konnte dann nicht mehr im Kinderbett schlafen. Also haben wir ihm ein provisorisches Bärenbett gebaut. Midi war ziemlich sauer, dass Bruno noch lange zu nass zum Kuscheln war.


Nach ausgiebigem Spielen, Frühstücken und Küche aufräumen, Tanzen zur Orry-Kinderdisco-Begrüßungs-CD und den obligatorischen Kinderstreitereien konnten wir die Kinder dann endlich motivieren, dass Haus zu verlassen. Donnerstag ist Basteltag und die Mädchen durften sich T-Shirts bemalen. Das Streifenhörnchen ist für den Mini und ich habe lange überlegt, welche Streifen denn nun schwarz sind. Wie man sieht, habe ich dann doch daneben gegriffen. Egal, es ist niedlich.


Bevor es zum Baden geht, noch einmal einen schnellen Imbiss. Es ist schon Mittag, alles etwas später als geplant, aber die Kids sind noch ganz fit. Maxi hat hier ihre Liebe zu Flammkuchen entdeckt und ausgelebt.


Baden. Zwei Kinderrutschen machen allen Spaß, die Wellen sind auch kindertauglich. Und vorher muss man natürlich noch ein bisschen rumblödeln.


Nach dem Baden und Plantschen sind die Erwachsenen ziemlich groggy, der Allerkleinste will aber unbedingt noch mit dem neuen Bagger spielen. Der Indoor-Spielplatz ist perfekt und er baggert große Holzberge. Die Mädchen toben über Kletterwände und spielen Ball und Mama und Papa können etwas ausruhen.


Aber Hunger und Kaffeedurst treiben uns weg vom Spielplatz in ein Café. Die Mädchen lassen sich von Orry unterhalten und der Mini ergibt sich dann doch endlich dem Schlaf. Der Bagger ersetzt jedes Kuscheltier.


Die Orryshow, der Kaffee und das Essen ist zuende und der Mini schläft immer noch. Mein Mann geht mit den Mädchen zum Kinderbauernhof, Ziegen und Schafe streicheln und ich genieße die Ruhe und stöbere durch verschiedene Mamiblogs. Der Mit-Nutella-Zähneputzen-Vergleich ist nicht neu, aber immer wieder witzig.


Das Kinderprogramm geht weiter und ein bisschen bin ich froh, dass es in dieser Ausprägung nur heute stattfindet. Aber die Mädchen genießen es so sehr, unterhalten zu werden, dass wir es auch nicht übers Herz bringen würden, sie nicht zur Kinderdisco zu lassen.


Nach der Disco gibt es noch eine süße Gute-Nacht-Geschichte von einem kleinen Stern und anschließend Schlafsand für jedes Kind. Vor allem Midi ist ganz verzaubert von dem Glitzerstaub.


Auf dem Heimweg grüßt das Murmeltier. In den Fußweg sind einige Strahler eingelassen, die die beiden Kleinen wahnsinnig faszinieren. "Was ist das nur?", fragt Midi täglich. "Eine Lampe" ist die tägliche Antwort. "Quatsch!", antwortet meine Tochter. Lampen hängen nämlich oben. "Vielleicht haben die ein goldenes Nashorn eingegraben?" Ich finde es bezaubernd, dass das für sie tatsächlich die näherliegendere Lösung ist.


Am Abend sind alle total platt und lassen sich fix ins Bett bringen. Nur der Jüngste hat ja spät und lange geschlafen. Statt entspannt auf dem Sofa zu liegen und die erste Folge GNTM zu gucken, spiele ich mit ihm sein aktuelles Lieblingsspiel: Knopf-MauMau.


Das war also unser Winterurlaubstag. Ab zu Caro damit! Im März gibt es dann den ersten 12., an dem ich arbeiten war. Ich hoffe, dass ich euch das wieder zeitnah zeigen kann.

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