Donnerstag, 4. Dezember 2014

Blogg dein Buch: Wenn die Kuckuck zweimal klingelt

Kennt ihr schon Blogg dein Buch? Das ist eine tolle Sache, sage ich euch. Frau bewirbt sich für Bücher in verschiedenen Kategorien und mit etwas Glück bekommt man ein Rezensionsexemplar. Und ich hatte "etwas Glück". Ich durfte "Wenn die Kuckuck zweimal klingelt"  aus dem mira taschenbuchverlag als ebook lesen.

Bildquelle: hagir25  / pixelio.de

Frau Kuckuck ist Gerichtsvollzieherin und erzählt Anekdoten aus ihrem Berufsalltag. Bücher, die einen Einblick in verschiedene Berufe geben, indem die Menschen einige besonders witzige Anekdoten erzählen, sind ja beliebte Geschenke. Deshalb steht bei uns schon "Schauen Sie Sich mal diese Sauerei an" und "Chill mal, Frau Freitag" im Bücherregal. Und wer jetzt errät, was Herr und Frau Pappelheim von Beruf sind, bekommt ein Bienchen. 

Eine Gerichtsvollzieherin kenne ich leider nicht, aber nachdem ich dieses Buch gelesen habe, würde ich gern mal eine treffen und mit ihr einen Kaffee trinken. Und dann wüsste ich wirklich gern, wie realistisch diese Storys wirklich sind und was sie schon so spannendes erlebt hat. Denn die Geschichten von Frau K. sind manchmal zum Schreien komisch, manchmal gruselig, manchmal nachdenklich und einige haben mich richtig wütend gemacht auf die Welt in der wir leben.
 
Bildquelle: Betty  / pixelio.de

Wollt ihr Beispiele? Da ist der Filmstar, den Frau K. einfach nie in der Wohnung antrifft und den sie dann eben bei einer Preisverleihung aufsucht, um seine Tasche zu pfänden. Was das für einen Aufruhr verursacht, könnt ihr euch sicher vorstellen. Frau K. beschreibt ihn trocken, aber detailliert und ein hämisches Grinsen huscht mir übers Gesicht. Oder die junge Frau, die nichts, aber auch gar nichts hat, weil ihr Freund sie ver*** (tschuldigung.) hat und die Frau K. so leid tut, dass sie ihr ihr gesamtes Bargeld gibt, damit sie sich etwas zu essen kaufen kann. Und als sie das Haus verlässt, erfährt sie von der Nachbarin, dass die Gute und ihr Freund schnell vor dem Termin alles aus der Wohnung geschafft haben, um nicht gepfändet zu werden. 

Dann ist da noch die unglaublich lustige Geschichte vom Urwald in der Neubauwohnung,  die berührende Geschichte von der Tortenbäckerin, die mit Frau K.s Hilfe der Insolvenz entkommt und die nervenzerreißende Geschichte von der Kindesherausgabe an den jähzornigen, unflätigen und gewaltbereiten Vater. Aber ich will ja nicht zu viel erzählen, lest selbst mal rein!

Bildquelle: Mirko Waltermann  / pixelio.de


Das Buch ist ein wunderbarer Zwischendurch-Mal-Schnell-Schmöker. Da schafft man ein Anekdötchen auch beim Warten auf den Bus oder auf dem Klo. Frau K. schafft es in ihren Geschichten, mein Bild vom hartherzigen und skrupellosen Gerichtsvollzieher zu verändern. Sie hat ein Herz und macht auch mal Fehler, lässt sich aufs Kreuz legen und hilft Menschen in Not. Ganz nebenbei habe ich auch noch gelernt, dass ein Gerichtsvollzieher in unserem Haus vermutlich nichts zum Pfänden finden würde und welche Folgen ein Offenbarungseid (bzw. eine eidesstattliche Erklärung, so heißt das nämlich richtig) für den Betroffenen hat.

Aber so ein bisschen frage ich mich doch bei allen Geschichten, wie viel Wahrheit wohl wirklich darin steckt? Und wie viel übertrieben ist? Also: falls jemand von euch eine Gerichtsvollzieherin kennt, die mit mir mal einen Kaffee trinken würde, gebt mir doch mal bitte einen Tipp! Und falls ihr selbst eine kennt: bald ist Weihnachten. Und ich sagte ja schon: solche Bücher sind beliebte Geschenke!

Kommentare:

  1. Klingt lustig!
    Aber Gerichtsvollzieherin beim Kaffee... ich weiß nicht! Es gibt so Berufsgruppen, die muss ich nciht unbedingt bei mir zu Hause haben ;-)

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    1. Ach, wir können uns ja in einem Café in der Stadt treffen... ;o)

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