Sonntag, 18. Juni 2017

Buch- Date: Die Wiedergeburt

Den größten Teil meiner Online-Zeit verbringe ich ja damit, das Internet leer zu lesen. Das ist nicht immer ganz einfach, jeden Tag wird mein Vorhaben boykottiert dadurch, dass so viele Menschen so viele neue Seiten schreiben, aber irgendwann werde ich die letzte Seite des Internets umblättern und dann?

Aber zum Göück gibt es Menschen wie Herrn Zeilenende, der uns daran erinnert, dass wir auch analog wundervollen Lesestoff haben. Und so lädt er immer wieder ein zum Buch-Date, bei dem die Teilnehmer sich gegenseitig drei Bücher empfehlen und eins davon lesen. Und weil die Sommerferien in greifbarer Nähe waren, habe ich dieses Mal mitgemacht.

Ein bisschen Bammel hatte ich ja schon, denn dort tummeln sich die verschiedensten Leser, und was empfehle ich denn jemandem, der am liebsten Tolstoi liest und Murakami??? Aber das Schicksal war sehr nett zu mir, denn vro jongliert zwar brilliant mit Wörtern, liest aber scheinbar ähnliche Bücher wie ich. Bücher von Cornelia Funke und Ken Follet mag ich jedenfalls auch.

Und nun ist es also meine Aufgabe, drei Bücher zu benennen, von denen ich der Meinung bin, dass vro jongliert sie mögen könnte und lesen sollte. Also dann:

Auf jeden Fall in meiner Liste steht Percy Jackson von Rick Riordan. Alternativ, wenn du die Griechen nicht so magst, auch die Kane-Chroniken oder Magnus Chase, aber Percy war schon mein Favorit.

Was ich als Buch auch sehr mochte, war Happy Smekday. An die Verfilmung musste ich mich erst gewöhnen, weil sie nur entfernt an das Buch angelehnt ist.

Beim dritten Buch habe ich jetzt eine Weile gegrübelt, weil ich nach etwas gesucht habe, was nicht in die Richtung Jugendbuch/ Fantasy geht. Liebe vro, vielleicht magst du auch Ditte Menschenkind? Das geht eher in die historische Richtung und ich habe es mehrfach und immer wieder sehr gerne gelesen. Ich bin gespannt, wofür du dich entscheidest und hoffe, du hast viel Vergnügen beim Lesen.

Ich muss weiterlesen, sonst komme ich nicht zum Schluss!

Seid lieb gegrüßt von

Frau Pappelheim

Mittwoch, 14. Dezember 2016

Habt ihr schon alle Weihnachtsgeschenke beisammen? Ich kann stolz sagen, dass zumindest die Geschenke für die Pappelheimkinder seit gestern verpackt auf dem Schrank im Arbeitszimmer auf ihren Einsatz warten. Aber mit Omas, Opas, Tanten, Onkels und Nichten ist noch genug zu besorgen und zu verpacken.

Solltet ihr jedenfalls noch auf der Suche nach einem schönen Geschenk für ein Kind sein, dann habe ich hier einen tollen Tipp für euch: Ein Jahr im Wald von Emilia Dziubak.




Ein Bilderbuch, ich verspreche es euch, für die ganze Familie. Auf 12 Wimmelbuchseiten wird das Leben im Wald im Verlauf eines Jahres dargestellt.
Was mich so sehr begeistert und das Buch meiner Meinung nach von vielen anderen Waldbüchern abhebt, ist, dass auch die kleinen Bodentiere nicht vergessen werden Auch ihr Leben wird in kleinen Bildern festgehalten. Seht ihr die Kreuzspinne oben im Bild? Sie schläft in der Erde, das Rentier läuft gerade über sie hinweg. Ich habe für euch kurz festgehalten, wie sie ihr Jahr verlebt:
Januar: Sie verschläft den kalten Winter, Eis und Schnee


 Im Frühling hat die Spinne ihr Erdloch verlassen und auch die kleinen Spinnen schlüpfen aus den Eiern. Habt ihr die vorher gesehen? Sie waren im Januar schon da, wir haben sie bloß nicht erkannt.
 Es ist Sommer. Die Kreuzspinne hat sich ihr Nest gewebt. Zeit, neue kleine Spinnen zu machen...
 Da liegen sie, die Spinneneier, aus denen im nächsten Jahr neue Spinnen schlüpfen werden.
 Im Herbst holt die Spinne ihr Netz ein und macht sich bereit, den kalten Teil des Jahres zu verschlafen.

Da liegt sie nun wieder. Weiße Weihnachten übrigens...

Mich hat dieses Buch so begeistert, dass ich es im gesamten Freundeskreis verschenken werde. Den Kindern natürlich. Konnte ich es euch ein bisschen schmackhaft machen?

Samstag, 12. November 2016

12von12 im November

Endlich habe ich es mal wieder geschafft und tatsächlich 12 Bilder des heutigen Tages gesammelt. Also, los geht's:

Schmetterlinge zum Frühstück
Es ist Sonnabend, mein Mann ist auf Arbeit, die Mittlere hat bei Oma geschlafen und ich wollte schon lange mal dieses Frühstück ausprobieren. Die Idee ist von instagram, allerdings habe ich die Userin, die das vor langer Zeit gepostet hat, nicht wieder gefunden. Tut mir leid. Der Jüngste hilft fleißog beim Krümeln, während die Große oben die Kätzchen zähmt.
Nur ein Symbolbild der Pappelkatzen - sie mögen den Fotoapparat nicht.
Sie kommt total beflügelt nach unten: Katerchen Samson hat ihr das Leckerli aus der Hand gefressen und ihr sogar die Finger abgeleckt. zu den Schmetterlingen im Bauch kommt jetzt noch der Schmetterling auf dem Teller.
Die Kinder verziehen sich ins Wohnzimmer, papalose Wochenendtage sind auch Fernsehtage, und schauen eine Asterix-DVD. Ich wollte eigentlich die Küche aufräumen - die Krümel, ihr wisst schon - bleibe aber bei diesem tollen insta-Account hängen. Der hat 837 Bilder und ich muss sie mir natürlich alle angucken...
Beim Abwaschen wird im Radio die Spiegelgeschichte von Ilse Aichinger vorgelesen und ich muss direkt nochmal nach der Geschichte googeln. Spannend, sie erzählt das Leben einer jungen Frau rückwärts, vom Tod als Erwachen bis zur Geburt als Sterben. Die Sprache hat mich total gefesselt.
Zen-Gardening
Dann die Katzen versorgen, Toiletten sauber machen (echt, statt dieser Zen-Gärten sollten sich die Leute einfach Katzen und die dazu gehörenden Toiletten kaufen), saugen, Näpfe auswaschen...
Fertig.
Zeit für eine Tasse Tee. Nebenbei bestelle ich gleich eine neue Fuhre Katzenfutter und einen Kratzbaum für die Kätzchen.
Der Jüngste muss in der Zeit schnell im Garten das erste Eis dieses Winters bewundern, dass sich auf dem Wasserbottich gebildet hat. Und essen. Guten Appetit! Zum Nachtisch gibt es Nudeln mit Pesto. (Dafür braucht ihr kein Bild, oder? Ich liebe das: meine Kinder essen es total gerne und ich muss eigentlich gar nichts dafür machen.)
In der Mittagspause ein bisschen malen im neuen BulletJournal.Das entspannt mich total und macht mir großen Spaß. Ich muss aber zugeben, dass es ein echter Zeitfresser ist. Grade darf ich...
Draußen den Herbst genießen...
... bis der Mond aufgeht.
Wieder drin, mache ich die Gummistiefel des kleinen Wichts sauber. Ist das bei euren Kindern auch so, dass die innen schmutziger sind als außen? Wie macht er das nur???

Die Große ist jetzt abgeholt zum Martinsumzug, die Mittlere immer noch bei Oma, der Mann arbeitet noch bis morgen früh und muss dann erstmal schlafen. Bleiben noch der Kleinste und ich. Wir machen es uns jetzt gemütlich...

Und ihr könnt bei Frau Kännchen gucken, was die anderen Blogger heute so getrieben haben.









Donnerstag, 27. Oktober 2016

Im Labyrinth

Bis zum Abitur war alles gut. Es gab keine schwierigen Fragen, keine wichtigen Entscheidungen. Einfach immer geradeaus. Ohne größere Schwierigkeiten (die Prüfungsangst mal außen vorgelassen) machte ich mein Abitur.

Damit ging ich zum Eingang des Labyrinths. Riesig groß erschien es mir und gleich zu Beginn gabelten sich die Wege so oft, dass ich die Orientierung schnell verlor. Mal folgte ich den Biegungen des Weges, mal ging ich zurück und versuchte einen neuen. Meine Umwelt verzweifelte oft an meiner Orientierungslosigkeit, schalt meine geringen Anstrengungen (waren sie es wirklich oder schien es ihnen nur so?), wenn ich umkehrte.

In den letzten Jahren verfolgte ich einen Weg. Teilweise ging es steil bergauf und brachte mich zum Schnaufen, aber ich hatte ja gelernt: umkehren geht nicht. Um Ecken und Kurven führte es mich. Mal war es hell wie in einem Schlossgarten, dann wieder dunkel wie das Labyrinth des Minotaurus. Ich dachte, das müsste so sein und ging weiter. Auch, als es immer dunkler wurde. Auch, als die Gänge immer enger wurden. Hat nicht jeder so ein Labyrinth?

Seit der letzten Wegbiegung ist der Weg beschwerlich. Es ist dunkel und kalt, Steine fallen von der Decke und rollen auf dem Boden, ich stolpere wieder orientierungslos umher. Doch da drückte mir jemand eine Kerze in die Hand. Eine kleine nur, ich muss gut auf sie aufpassen. Aber sie spendet mit Licht und Wärme und sie kann mir helfen, noch mehr Kerzen zu finden, kleine und größere. Mit ihrer Hilfe finde ich vielleicht zurück ans Tageslicht.



* Meine Hausärztin hat heute BurnOut diagnostiziert. Die Diagnose macht mir gleichzeitig riesige Angst vor dem, was kommt und gibt mir Hoffnung, dass es jetzt endlich besser werden kann.

Montag, 5. September 2016

WmdedgT September 2016

Aufstehen 5:30 Uhr, Morgentoilette, anziehen, Schulfrühstück bereit stellen

Kinder wecken 6:00 Uhr, anziehen, kämmen, antreiben

Abfahrt 6:20 Uhr, Halt an Schule und Kita,

Ankunft bei meiner Schule 6:45 Uhr

Unterricht vorbereiten, Klassenbuch holen, Blick ans schwarze Brett, morgendliches Tee trinken und Besprechen der wichtigsten Sachen

4 Stunden Unterricht in Klasse 1, Lesen, Zählen, rechts und links

Nach Unterrichtsschluss Papierkram, Deko, Aufräumen bis 13:30 Uhr

Zuhause macht mein Mann mir Nudeln warm. Nach dem Essen geht es an den Schreibtisch, Unterricht vorbereiten.

Kinder aus der Kita holen 15:30 Uhr, spielen und Kaffee trinken bei Freunden.

Wieder zuhause das Haus in Schuss gebracht, weil morgen die Putzfeen kommen, um den Schmutz der letzten Wochen zu entfernen, Abendbrot.

Elternabend in der Schule der Großen. Wenig Zeit, mit der Freundin zu schwatzen, aber wir sind ja derzeit schon mit wenig zufrieden. Es wird wieder bessere Tage geben.

Versucht, die Welt zu retten, aber kläglich gescheitert angesichts der Komplexität. Auch im Gespräch mit dem Mann keine gute Lösung gefunden. Logisch eigentlich. Das nehme ich jetzt noch mit ins Bett.

Bitte, Frau Brüllen. Das war mein Tag. Und was haben die andren heute so gemacht?

Dienstag, 16. August 2016

Erste Klasse - Tag 2

Namen schreiben lernen stand heute auf dem Programm. Dafür hatte ich Blätter vorbereitet, auf denen ich die Namen der Kinder zwei Mal aufgedruckt hatte:

einmal als schwarze Linie, einmal hohl zum Nachspuren.

Auf der schwarzen Linie haben wir mit bunten Klebepunkten die Buchstaben des Namens nachgeklebt, es war sehr interessant, zu beobachten, wie unterschiedlich die Farben verteilt wurden. Manche Schüler klebten in Regenbogenfarben, andere gaben jedem Buchstaben eine eigene Farbe, einige verbrauchten Farbe für Farbe. Sehr hübsche Blätter sind dabei entstanden.

Anschließend wurde in den hohlen Buchstaben nachgespurt, bevor wir uns daran gemacht haben, die Namen abzuschreiben abzumalen. Einige Kinder konnten schon vor der Einschulung ihren Namen schreiben. Das passiert dann aber oft in Blockbuchstaben. Einige blieben dabei, andere gaben sich aber sichtlich große Mühe, ihren Namen mit Groß- und Kleinbuchstaben zu schreiben. Mit zunehmender Übung (wir schreiben den Namen auf die Rückseite jedes Arbeitsblattes) klappt es immer besser.

Dann haben wir gezählt, bis 68, versteckte Zahlen gesucht und Abzählreime gelernt. Heute hat keiner mehr gefragt, wann denn das richtige Lernen los geht. Prima. Dann bin ich zufrieden.

Der erste Schultag

Ich wollte schon gestern vom ersten Schultag berichten, aber dann überschlugen sich die Ereignisse...

Dass ausgerechnet am ersten Schultag nicht nur mein Mann auf Arbeit sein würde, sondern der Kurze auch noch morgens die antibiotischen Ohrentropfen gegen die Mittelohrentzündung brauchen würde, entspannte den Ablauf nicht unbedingt, aber wir durch Zauberhand waren halb 7 (was für eine grauenvolle Uhrzeit!) alle Kinder in Hort und Kindergarten verstaut und ich auf dem Weg zur Schule.

Immerhin war ich nicht mehr so aufgeregt wir am Sonnabend, trotzdem haben wir uns vor dem Unterricht gestern keine Zeit mehr genommen, um noch einen Tee unter Kolleginnen zu trinken. Halb acht enterte ich mit 19 neugierigen und mehr oder weniger ängstlichen Erstklässlern den Klassenraum. Dort verbrachten wir gemeinsam 4 Unterrichtsstunden, in denen ich ihnen immer wieder erklärte, warum man die Antwort nicht einfach in den Raum rufen soll, sie ihre Namen schreiben übten, wir das Schulhaus kennen lernten und sie mich abwechselnd fragten, wann denn endlich Pause sei bzw. wann wir endlich mit dem richtigen Lernen anfangen.

Anschließend waren wir alle ziemlich erschossen, die Kinder gingen in den Hort und ich war noch ein paar Stunden mit Papierkram beschäftigt.

Am Nachmittag gemütliches Beisammensein mit Kindern, Mann und Freundinnen, da aus dem Mutter-Tochter-Gitarrenkurs mangels teilnehmender Mütter (und Väter und Onkels und so) ein Kinderkurs wurde. Ein Tatsache, die ich gestern erst einmal sehr genossen habe.

Beim abendlichen Ins-Bett-Bringen fiel mir die Nachricht aus der Schule der großen Tochter ein: bitte Läusekontrolle durchführen! Das kommt immer mal wieder vor, aber wir sind seit fast 8 Jahren verschont geblieben, und so kämmte ich mal flugs durch und fand tatsächlich eine Laus.

Als versierte Elternforen und -blogleserin schickte ich den Schwiegervater in die Apotheke und seifte das Haar der Tochter mit Haarspülung ein. Nachdem wir Strähne für Strähne gekämmt und keine weitere Laus gefunden hatten, traf auch das Läuseshampoo ein. Es war mittlerweile um 9 und wir beide schon ziemlich müde. Eine kurze Kontrolle der beiden kleineren Kindsköpfe ergab zum Glück, dass diese läusefrei waren, so dass nur die Große eingeseift wurde. Nach Ausspülen und nochmaligem Auskämmen war es um 10 und sie bettelte darum, endlich schlafen zu dürfen.

Und ich auch. Und deshalb gibt es erst heute den Bericht zum ersten Schultag.

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