Freitag, 13. Oktober 2017

Kinderbuch-Date: Die Entscheidung

Ihr erinnert euch, dass ich im September meinem Buchdate ein paar Kinder- und Jugendbücher empfohlen hatte? Nun, sie hat sich für Abby Lynn entschieden und war nicht ganz glücklich damit - schade.

Ich selbst habe auch Empfehlungen bekommen, nämlich von vro jongliert. Ich durfte wählen aus:
  • Sally Altschuler/Sven Nordquist, „Als die Arche Noah beinah unterging“
  • Vera Ferra-Mikura, „Veronika! Veronika! Veronika!“ rufen die drei Stanisläuse“
  • Kenneth Grahame, „Der Wind in den Weiden“
  • Steve Augarde, „Das kleine Volk“
und konnte mich ebensowenig entscheiden wie bei meinen eigenen Empfehlungen.

Ein Blick ins Bücherregal zeigte, dass "Der Wind in den Weiden" schon angelesen herumstand. Zeit, diesem Buch endlich eine zweite Chance zu geben! Ich bin ehrlich: ich habe es nur für das Date zuende gelesen. Warum das ein Klassiker ist, kann ich nicht nachvollziehen. Aber wenigstens kann ich jetzt den Haken dran machen: gelesen.

Zwei weitere Bücher interessierten mich ebenfalls, und so machte sich die Arche Noah per Post auf den Weg ins Haus und "Das kleine Volk" kam per WLAN in den EReader. Was für ein bezauberndes Buch!

Fotogalerie      Steve Augarde: Das kleine Volk 

 Pegs, das geflügelte Pferd, nimmt die 12-jährige Midge mit in den Zauberwald hinter der Dornenhecke, wo die Elfen leben. Denn diese letzte Zuflucht der magischen Wesen ist bedroht und Pegs ist überzeugt, dass Midge ihnen helfen kann. Doch nicht alle Elfen sind froh über diese Hilfe. Und so beginnt ein dramatisches Abenteuer. (amazon-Artikelbeschreibung)

Ich liebe fantastische Geschichten und diese hatte alles, was eine gute Geschichte für mich braucht: ein bisschen Zauber, Weltrettung, Feinde, Grusel, Freunde, ... Es war herrlich! Die Geschichte von Midge, die das verletzte geflügelte Pferd findet und rettet, zog mich sofort in ihren Bann. Die Welten der beiden, die bis dahin ordentlich getrennt waren, vermischen sich nun auf dem Hof und das ist für beide ganz schön gefährlich. Aber schließlich fügt sich hier und dort doch alles zum Guten. Trotzdem macht das Buch neugierig auf die andern beiden Bände dieser Reihe und ganz sicher werde ich mir auch diese noch zu Gemüte führen - diese Bücher sind perfekt für dunkle, stürmische Nachmittage am Kamin mit einem warmen Kakao. Klar Kakao, sind ja Kinderbücher!

Liebe vro, vielen Dank für diese tollen Empfehlungen!
Und vielen Dank auch an wortgeflumselkritzelkram und Herrn Zeilenende, die die Buchdates immer wieder organisieren. Auch in den Empfehlungen der anderen Dater habe ich viele tolle Bücher entdeckt und ich überlege schon, wie ich mich hauptberuflich als Leser selbstständig machen könnte. Ob mich jemand dafür bezahlen möchte, dass ich sein/ ihr Buch lese? *lach* Das wärs!

Dienstag, 5. September 2017

Buch-Date: Kinder- und Jugendbücher

Es ist wieder Zeit für ein Buch-Date und das Thema hat mich so angesprochen, dass ich gar nicht anders konnte. Ich musste mich einfach anmelden.

Das Los hat entschieden, dass ich diesmal Jule drei Bücher empfehlen darf. Hinweise für mich waren folgende:

Die letzten drei Bücher, die du gelesen hast?
1. Oma lässt grüßen und sagt, es tut ihr leid – Fredrik Backman
2. Zero – Marc Elsberg
3. Erfolgreiche Blogtexte – inspiriert und kreativ schreiben – Susanne Diehm und Lisa Sintermann (falls das nicht richtig zählt: Mieses Karma hoch 2 – David Safier)
Passt. Die kenne und mag ich alle drei.

Dein Lieblings-Genre?
Das ist gemüts- und oftmals auch jahreszeitenabhängig. Im Winter lese ich gerne Thriller sowie dramatische und historische Romane, im Sommer lieber leichtere und humorvolle Schmöker. Sachbücher gehen das ganze Jahr – und auch hier sind verschiedene Themen hoch im Kurs, aber vor allem Medizin und Psychologie.
Hmm, das Wetter dreht hier gerade mehr in Richtung Herbst. Mal gucken, was ich da für dich tun kann.

Deine drei liebsten Autor*innen?
Das variiert ziemlich. Mein Alltime-Favorit: Jilliane Hoffman. Ansonsten gewinne ich Jonas Jonasson sehr viel ab und kann mich bei richtiger Gemütslage und Jahreszeit auch sehr über Ildiko von Kürthy freuen.
Ildiko von Kürthy ist mehr für die Sommerferien, oder? 🙂

Gibt es etwas, das du überhaupt nicht lesen willst?
Mit Science Fiction kann man mich meist jagen.
Okay. Das ,ag ich auch nicht so gern.

Und als Zusatzfrage: Wie ist dein Verhältnis zu Kinder- und Jugendbüchern – liebst du sie oder fühlst du dich zu alt oder gar zu jung für sie?
Weder noch. Ich muss mich unterhalten fühlen, in die Geschichte eintauchen, dabei sein. Daher ist für mich vor allem entscheidend, wie groß die Identifikation ist.
Da machst du es jetzt wieder etwas schwierig. Mal gucken, mit wem du dich identifizieren kannst.

Nun aber los. Drei Bücher, die dir gefallen könnten:

Wie wäre es mit Abby Lynn - Verbannt ans Ende der Welt? Das 320-seitige Buch von Rainer M. Schröder könnte deine historische Saite zum Schwingen bringen.

Klappentext:
England, 1804: Abby Lynn ist gerade 14 Jahre alt, als sie an einem kalten Februarmorgen in den Straßen Londons in einen Taschendiebstahl verwickelt wird. Die Indizien sprechen gegen sie. Abby verschwindet hinter der Mauern des berühmt-berüchtigten Gefägnisses von Newgate. Nur das Wissen um ihre Unschuld und die Hoffnung auf einen Freispruch lassen sie die qualvollen Wochen der Haft ertragen. Doch das Urteil, das in einem Blitzprozess gefällt wird, lautet "Verbannung": sieben Jahre Sträflingsarbeit in der neuen Kolonie Australien.

(In der Kategorie "Historisches" wollte ich dir eigentlich Der Traum von Arden von Edith Nesbit vorschlagen. Das gibt es aber leider nur antiquarisch. Sollte es dich aber mehr ansprechen, gern.)

Lieber mehr Spannung? Dann lies Kalle Blomquist - Meisterdetektiv von Astrid Lindgren. Ja, das ist jetzt ein richtiges Kinderbuch, aber ich habe es erst im letzten Sommer zum ersten Mal gelesen und fand es wirklich spannend.

Klappentext:
Kalle Blomquist träumt davon ein berühmter Meisterdetektiv zu werden. Nur schade, dass er in einem so verschlafenen Nest wie Kleinköping leben muss, wo rein gar nichts passiert. Seine besten Freunde Anders und Eva-Lotta machen sich manchmal ein bisschen lustig über Kalle. Doch das Lachen vergeht ihnen, als Eva-Lottas Onkel Einar zu Besuch kommt und in seinem Gefolge höchst finstere Gestalten. „Kalle Blomquist ist ein Traum von kindlicher Macht, von sommerlicher Freiheit und Durchsetzungsvermögen, vor allem den Erwachsenen gegenüber, aber auch angesichts des Kleinmuts und der Ängstlichkeit, die andere Kinder an den Tag legen.“ (Thomas Steinfeld)

(Hier stand auch noch Andreas Steinhöfel: Rico, Oskar und die Tieferschatten. Herrlich witzig und trotzdem aufregend. Aber den Steinhöfel hat schon jemand empfohlen und wir wollen doch etwas Abwechslung, oder? Selbstverständlich darfst du ihn trotzdem auswählen, wenn er dir mehr liegt.)

Die letzte Kategorie: Geschichten, die mir am Herzen liegen. Drei Bücher sind es, die hier auf dem Regalbrett drängeln und schubsen. Das sind Zwei Jahre Ferien von Jules Verne, Polly Schlottermotz von Lucy Astner und Hier kommt Lola von Isabel Abedi. Da die letzten beiden tolle aktuelle Kinderbücher sind, die meine Drei begeistern, du aber nicht mehr 6 bis 10 bist, nehmen wir Jules Verne. Und keine Angst, dieses Buch ist ganz anderes als seine bekannteren Reiseromane.

Klappentext: Vierzehn Schüler zwischen acht und dreizehn Jahren, Schüler einer neuseeländischen Schule, unternehmen eine Klassenfahrt auf einem Schiff. Sie geraten in einen Sturm und stranden auf einer unbewohnten Insel. Dort haben sie nun, was sich alle Kinder eigentlich wünschen: zwei Jahre Ferien. Doch Gefahr droht in gestalt von Banditen, die auf der Insel auftauchen...

Nun, Jule, hast du etwas gefunden, was dir gefallen könnte? Ich hoffe es sehr und bin gespannt, was du zu meinen Vorschlägen zu sagen hast.


Nachtrag am 7.9.: Heute geht es einfacher, Links einzufügen, deshalb habe ich mal noch fehlende nachgereicht.

Samstag, 22. Juli 2017

Buch-Date: Die Widerspenstigkeit des Glücks

Buchdate. Da treffen sich im Internet einige Leser, die völlig verschiedene Bücher bevorzugen, und empfehlen dem anderen Bücher, die sie unbedingt lesen sollten. Seit dem ersten Buchdate hatte ich gespannt die Empfehlungen und Rezensionen mitverfolgt und nun endlich ließ meine Zeit es zu, dass ich auch mitmischen konnte.

Meine Empfehlungen an vro jongliert konntet ihr ja hier schon lesen, und auch, dass ich ziemlich unsicher war, ob meine vorgeschlagenen Bücher ihren Geschmack treffen werden. Nun, heute werden wir erfahren, für welches der drei vorgeschlagenen Bücher sie sich entschieden hat und wie es ihr gefiel. Bei zeilenende verraten heute alle Teilnehmer, wie ihr Buchdate war.

Für mich hatte Katja von Zwischen den Seiten auch drei Empfehlungen, von denen ich mich für eins entscheiden sollte. Ich durfte wählen zwischen
Der kleine Hobbit
Die wundersame Geschichte von September, die sich ein Schiff baute und das Feenland umsegelte
und
Die Widerspenstigkeit des Glücks

Der kleine Hobbit steht schon lange auf meiner Leseliste und wurde wieder ein Stück nach oben geschoben, aber war mir für den Augenblick zu mächtig.
Die Geschichte von September mit dem merkwürdigen und langen Titel erinnert mich sehr an den Zauberer von Oz und ich schätze, dass ich sie bald zuende lesen werde. Kurz nach Ende des Schuljahres sprach mich aber die Widerspenstigkeit des Glücks am meisten an.

Amelia ist Verlagsvertreterin. Sie ist ständig auf Reisen und muss unhandliche Buchpakete herumschleppen. Dabei lernt sie die eigenwilligsten Buchhändler kennen. Genau so einer ist A. J. Fikry. Er ist besitzer von Island Books, der etwas verstaubten Buchhandlung auf der abgelegenen Insel Alice Island. Bis er einen ungebetenen Gast entdeckt: Eines Morgens sitzt die zweijährige Waise Maya in der Kinderbuchecke seiner Buchhandlung. Gegen seinen Willen nimmt er sich des kleinen Mädchens an, das sein Leben kurzerhand auf den Kopf stellt und einen festen Platz an seiner Seite findet. Und auch Amelia kann A. J. nicht so schnell vergessen...

So lautet der Klappentext des Buches. Meine Erwartungshaltung entsprach genau dem, was ich nach einem Schuljahr in der Zeugniswoche brauchte: leichte Unterhaltung, Liebe, Schmetterlinge im Bauch, vielleicht die eine oder andere Träne vor Ergriffenheit. Alles das bietet das Buch nicht. Und trotzdem habe ich es mit Genuss gelesen.

Es ist nicht leicht, den Inhalt des Buches zu beschreiben, ohne, wie der Klappentext, falsche Erwartungen zu wecken. Denn tatsächlich geht es um A. J., und darum, wie Maya und Amelia sein Leben verändern. Es geht um Liebe und Verrat, um Betrug, es gibt abenteuerliche Verwicklungen und Verstrickungen, die sich gegen Ende des Buches mehr oder weniger unerwartet auflösen. Aber alles das ist eine Nebenhandlung. Kein Eintauchen in die Gefühls- oder Gedankenwelt der Protagonisten, kein Verweilen an einem Ort oder in einem Moment. Statt dessen: Bücher.

Denn Bücher, oder vielleicht genauer: Lesen, das ist das eigentliche Thema des Romans. Die Liebe von A. J. und Amelia entwickelt sich aufgrund eines gemeinsamen Lieblingsbuches.Sie legt ihm "Späte Blüte" bei ihrem ersten Vertreterbesuch ans Herz, er liest es zufällig Jahre später und dann reden und reden und reden sie über dieses Buch und andere Bücher. Er redet über Bücher mit seinem neuen Freund, dem Polizeichef Lambiase, der in seiner Buchhandlung auch einen Lesezirkel für Polizisten und andere Krimifans eröffnet, er redet über Bücher mit Maya, seiner Adoptivtochter. Zu Menschen, mit denen er nicht über Bücher reden kann, findet er keinen Zugang.

Maya wächst in dieser Bücherwelt auf. Die Beschreibung, wie sie den Buchladen erlebt, gehörte zu meinen liebsten Stellen im Buch:

Sechzehn Stufen sind zu bewältigen, ehe man in die Buchhandlung kommt. Maya schlittert mit dem Allerwertesten eine nach der anderen hinunter, weil ihre Beine zu kurz sind, um die ganze Treppe in einem Rutsch zu bewältigen. Sie tapst quer durch den Laden, vorbei an den Büchern, in denen keine Bilder sind, vorbei an den Glückwunschkarten. Sie fährt mit der Hand über die Zeitschriften, gibt dem Drehständer mit den Lesezeichen einen Schubs. Guten Morgen, Zeitschriften! Guten Morgen, Lesezeichen! Guten Morgen, Bücher! Guten Morgen, Laden!
Die Wände der Buchhandlung sind bis knapp über ihrem Kopf mit Holz getäfelt, darüber ist blaue Tapete. An die kommt Maya nur mit einem Stuhl heran. Die Tapete hat ein Muster aus unebenen Kringeln, es fühlt sich gut an, das Gesicht daran zu reiben. Eines Tages wird sie in einem Buch das Wort "Damast" lesen und denken: Ja, genau, so nennt man das. Dagegen wird das Wort "Vertäfelung" eine große Enttäuschung sein.
Der Laden ist fünfzehn Mayas breit und zwanzig Mayas lang, das weiß sie, weil sie einen Nachmittag damit verbracht hat, ihn zu messen, indem sie sich der Länge nach darin hinlegte.[...]  

Vor jedem Kapitel findet der Leser eine Empfehlung von A. J. Dabei geht es nicht um Bücher, sondern um Short Storys, die er Maya ans Herz legt. Auch, als sie eine Schreibblockade hat, bekommt sie von ihm eine Liste Geschichten ans Herz gelegt. Natürlich gibt es dafür einen Grund, aber auch der berührte mich nicht wirklich, weil weder A. J. noch Maya noch eine der anderen Personen mich wirklich berührt hatten. Leider.

Mein Fazit: Ein sehr schönes Buch über Bücher und das Lesen selbst, das ich sehr genossen habe, obwohl es nicht meine Erwartungen getroffen hat.

Sonntag, 18. Juni 2017

Buch- Date: Die Wiedergeburt

Den größten Teil meiner Online-Zeit verbringe ich ja damit, das Internet leer zu lesen. Das ist nicht immer ganz einfach, jeden Tag wird mein Vorhaben boykottiert dadurch, dass so viele Menschen so viele neue Seiten schreiben, aber irgendwann werde ich die letzte Seite des Internets umblättern und dann?

Aber zum Göück gibt es Menschen wie Herrn Zeilenende, der uns daran erinnert, dass wir auch analog wundervollen Lesestoff haben. Und so lädt er immer wieder ein zum Buch-Date, bei dem die Teilnehmer sich gegenseitig drei Bücher empfehlen und eins davon lesen. Und weil die Sommerferien in greifbarer Nähe waren, habe ich dieses Mal mitgemacht.

Ein bisschen Bammel hatte ich ja schon, denn dort tummeln sich die verschiedensten Leser, und was empfehle ich denn jemandem, der am liebsten Tolstoi liest und Murakami??? Aber das Schicksal war sehr nett zu mir, denn vro jongliert zwar brilliant mit Wörtern, liest aber scheinbar ähnliche Bücher wie ich. Bücher von Cornelia Funke und Ken Follet mag ich jedenfalls auch.

Und nun ist es also meine Aufgabe, drei Bücher zu benennen, von denen ich der Meinung bin, dass vro jongliert sie mögen könnte und lesen sollte. Also dann:

Auf jeden Fall in meiner Liste steht Percy Jackson von Rick Riordan. Alternativ, wenn du die Griechen nicht so magst, auch die Kane-Chroniken oder Magnus Chase, aber Percy war schon mein Favorit.

Was ich als Buch auch sehr mochte, war Happy Smekday. An die Verfilmung musste ich mich erst gewöhnen, weil sie nur entfernt an das Buch angelehnt ist.

Beim dritten Buch habe ich jetzt eine Weile gegrübelt, weil ich nach etwas gesucht habe, was nicht in die Richtung Jugendbuch/ Fantasy geht. Liebe vro, vielleicht magst du auch Ditte Menschenkind? Das geht eher in die historische Richtung und ich habe es mehrfach und immer wieder sehr gerne gelesen. Ich bin gespannt, wofür du dich entscheidest und hoffe, du hast viel Vergnügen beim Lesen.

Ich muss weiterlesen, sonst komme ich nicht zum Schluss!

Seid lieb gegrüßt von

Frau Pappelheim

Mittwoch, 14. Dezember 2016

Habt ihr schon alle Weihnachtsgeschenke beisammen? Ich kann stolz sagen, dass zumindest die Geschenke für die Pappelheimkinder seit gestern verpackt auf dem Schrank im Arbeitszimmer auf ihren Einsatz warten. Aber mit Omas, Opas, Tanten, Onkels und Nichten ist noch genug zu besorgen und zu verpacken.

Solltet ihr jedenfalls noch auf der Suche nach einem schönen Geschenk für ein Kind sein, dann habe ich hier einen tollen Tipp für euch: Ein Jahr im Wald von Emilia Dziubak.




Ein Bilderbuch, ich verspreche es euch, für die ganze Familie. Auf 12 Wimmelbuchseiten wird das Leben im Wald im Verlauf eines Jahres dargestellt.
Was mich so sehr begeistert und das Buch meiner Meinung nach von vielen anderen Waldbüchern abhebt, ist, dass auch die kleinen Bodentiere nicht vergessen werden Auch ihr Leben wird in kleinen Bildern festgehalten. Seht ihr die Kreuzspinne oben im Bild? Sie schläft in der Erde, das Rentier läuft gerade über sie hinweg. Ich habe für euch kurz festgehalten, wie sie ihr Jahr verlebt:
Januar: Sie verschläft den kalten Winter, Eis und Schnee


 Im Frühling hat die Spinne ihr Erdloch verlassen und auch die kleinen Spinnen schlüpfen aus den Eiern. Habt ihr die vorher gesehen? Sie waren im Januar schon da, wir haben sie bloß nicht erkannt.
 Es ist Sommer. Die Kreuzspinne hat sich ihr Nest gewebt. Zeit, neue kleine Spinnen zu machen...
 Da liegen sie, die Spinneneier, aus denen im nächsten Jahr neue Spinnen schlüpfen werden.
 Im Herbst holt die Spinne ihr Netz ein und macht sich bereit, den kalten Teil des Jahres zu verschlafen.

Da liegt sie nun wieder. Weiße Weihnachten übrigens...

Mich hat dieses Buch so begeistert, dass ich es im gesamten Freundeskreis verschenken werde. Den Kindern natürlich. Konnte ich es euch ein bisschen schmackhaft machen?

Samstag, 12. November 2016

12von12 im November

Endlich habe ich es mal wieder geschafft und tatsächlich 12 Bilder des heutigen Tages gesammelt. Also, los geht's:

Schmetterlinge zum Frühstück
Es ist Sonnabend, mein Mann ist auf Arbeit, die Mittlere hat bei Oma geschlafen und ich wollte schon lange mal dieses Frühstück ausprobieren. Die Idee ist von instagram, allerdings habe ich die Userin, die das vor langer Zeit gepostet hat, nicht wieder gefunden. Tut mir leid. Der Jüngste hilft fleißog beim Krümeln, während die Große oben die Kätzchen zähmt.
Nur ein Symbolbild der Pappelkatzen - sie mögen den Fotoapparat nicht.
Sie kommt total beflügelt nach unten: Katerchen Samson hat ihr das Leckerli aus der Hand gefressen und ihr sogar die Finger abgeleckt. zu den Schmetterlingen im Bauch kommt jetzt noch der Schmetterling auf dem Teller.
Die Kinder verziehen sich ins Wohnzimmer, papalose Wochenendtage sind auch Fernsehtage, und schauen eine Asterix-DVD. Ich wollte eigentlich die Küche aufräumen - die Krümel, ihr wisst schon - bleibe aber bei diesem tollen insta-Account hängen. Der hat 837 Bilder und ich muss sie mir natürlich alle angucken...
Beim Abwaschen wird im Radio die Spiegelgeschichte von Ilse Aichinger vorgelesen und ich muss direkt nochmal nach der Geschichte googeln. Spannend, sie erzählt das Leben einer jungen Frau rückwärts, vom Tod als Erwachen bis zur Geburt als Sterben. Die Sprache hat mich total gefesselt.
Zen-Gardening
Dann die Katzen versorgen, Toiletten sauber machen (echt, statt dieser Zen-Gärten sollten sich die Leute einfach Katzen und die dazu gehörenden Toiletten kaufen), saugen, Näpfe auswaschen...
Fertig.
Zeit für eine Tasse Tee. Nebenbei bestelle ich gleich eine neue Fuhre Katzenfutter und einen Kratzbaum für die Kätzchen.
Der Jüngste muss in der Zeit schnell im Garten das erste Eis dieses Winters bewundern, dass sich auf dem Wasserbottich gebildet hat. Und essen. Guten Appetit! Zum Nachtisch gibt es Nudeln mit Pesto. (Dafür braucht ihr kein Bild, oder? Ich liebe das: meine Kinder essen es total gerne und ich muss eigentlich gar nichts dafür machen.)
In der Mittagspause ein bisschen malen im neuen BulletJournal.Das entspannt mich total und macht mir großen Spaß. Ich muss aber zugeben, dass es ein echter Zeitfresser ist. Grade darf ich...
Draußen den Herbst genießen...
... bis der Mond aufgeht.
Wieder drin, mache ich die Gummistiefel des kleinen Wichts sauber. Ist das bei euren Kindern auch so, dass die innen schmutziger sind als außen? Wie macht er das nur???

Die Große ist jetzt abgeholt zum Martinsumzug, die Mittlere immer noch bei Oma, der Mann arbeitet noch bis morgen früh und muss dann erstmal schlafen. Bleiben noch der Kleinste und ich. Wir machen es uns jetzt gemütlich...

Und ihr könnt bei Frau Kännchen gucken, was die anderen Blogger heute so getrieben haben.









Donnerstag, 27. Oktober 2016

Im Labyrinth

Bis zum Abitur war alles gut. Es gab keine schwierigen Fragen, keine wichtigen Entscheidungen. Einfach immer geradeaus. Ohne größere Schwierigkeiten (die Prüfungsangst mal außen vorgelassen) machte ich mein Abitur.

Damit ging ich zum Eingang des Labyrinths. Riesig groß erschien es mir und gleich zu Beginn gabelten sich die Wege so oft, dass ich die Orientierung schnell verlor. Mal folgte ich den Biegungen des Weges, mal ging ich zurück und versuchte einen neuen. Meine Umwelt verzweifelte oft an meiner Orientierungslosigkeit, schalt meine geringen Anstrengungen (waren sie es wirklich oder schien es ihnen nur so?), wenn ich umkehrte.

In den letzten Jahren verfolgte ich einen Weg. Teilweise ging es steil bergauf und brachte mich zum Schnaufen, aber ich hatte ja gelernt: umkehren geht nicht. Um Ecken und Kurven führte es mich. Mal war es hell wie in einem Schlossgarten, dann wieder dunkel wie das Labyrinth des Minotaurus. Ich dachte, das müsste so sein und ging weiter. Auch, als es immer dunkler wurde. Auch, als die Gänge immer enger wurden. Hat nicht jeder so ein Labyrinth?

Seit der letzten Wegbiegung ist der Weg beschwerlich. Es ist dunkel und kalt, Steine fallen von der Decke und rollen auf dem Boden, ich stolpere wieder orientierungslos umher. Doch da drückte mir jemand eine Kerze in die Hand. Eine kleine nur, ich muss gut auf sie aufpassen. Aber sie spendet mit Licht und Wärme und sie kann mir helfen, noch mehr Kerzen zu finden, kleine und größere. Mit ihrer Hilfe finde ich vielleicht zurück ans Tageslicht.



* Meine Hausärztin hat heute BurnOut diagnostiziert. Die Diagnose macht mir gleichzeitig riesige Angst vor dem, was kommt und gibt mir Hoffnung, dass es jetzt endlich besser werden kann.

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