Samstag, 12. November 2016

12von12 im November

Endlich habe ich es mal wieder geschafft und tatsächlich 12 Bilder des heutigen Tages gesammelt. Also, los geht's:

Schmetterlinge zum Frühstück
Es ist Sonnabend, mein Mann ist auf Arbeit, die Mittlere hat bei Oma geschlafen und ich wollte schon lange mal dieses Frühstück ausprobieren. Die Idee ist von instagram, allerdings habe ich die Userin, die das vor langer Zeit gepostet hat, nicht wieder gefunden. Tut mir leid. Der Jüngste hilft fleißog beim Krümeln, während die Große oben die Kätzchen zähmt.
Nur ein Symbolbild der Pappelkatzen - sie mögen den Fotoapparat nicht.
Sie kommt total beflügelt nach unten: Katerchen Samson hat ihr das Leckerli aus der Hand gefressen und ihr sogar die Finger abgeleckt. zu den Schmetterlingen im Bauch kommt jetzt noch der Schmetterling auf dem Teller.
Die Kinder verziehen sich ins Wohnzimmer, papalose Wochenendtage sind auch Fernsehtage, und schauen eine Asterix-DVD. Ich wollte eigentlich die Küche aufräumen - die Krümel, ihr wisst schon - bleibe aber bei diesem tollen insta-Account hängen. Der hat 837 Bilder und ich muss sie mir natürlich alle angucken...
Beim Abwaschen wird im Radio die Spiegelgeschichte von Ilse Aichinger vorgelesen und ich muss direkt nochmal nach der Geschichte googeln. Spannend, sie erzählt das Leben einer jungen Frau rückwärts, vom Tod als Erwachen bis zur Geburt als Sterben. Die Sprache hat mich total gefesselt.
Zen-Gardening
Dann die Katzen versorgen, Toiletten sauber machen (echt, statt dieser Zen-Gärten sollten sich die Leute einfach Katzen und die dazu gehörenden Toiletten kaufen), saugen, Näpfe auswaschen...
Fertig.
Zeit für eine Tasse Tee. Nebenbei bestelle ich gleich eine neue Fuhre Katzenfutter und einen Kratzbaum für die Kätzchen.
Der Jüngste muss in der Zeit schnell im Garten das erste Eis dieses Winters bewundern, dass sich auf dem Wasserbottich gebildet hat. Und essen. Guten Appetit! Zum Nachtisch gibt es Nudeln mit Pesto. (Dafür braucht ihr kein Bild, oder? Ich liebe das: meine Kinder essen es total gerne und ich muss eigentlich gar nichts dafür machen.)
In der Mittagspause ein bisschen malen im neuen BulletJournal.Das entspannt mich total und macht mir großen Spaß. Ich muss aber zugeben, dass es ein echter Zeitfresser ist. Grade darf ich...
Draußen den Herbst genießen...
... bis der Mond aufgeht.
Wieder drin, mache ich die Gummistiefel des kleinen Wichts sauber. Ist das bei euren Kindern auch so, dass die innen schmutziger sind als außen? Wie macht er das nur???

Die Große ist jetzt abgeholt zum Martinsumzug, die Mittlere immer noch bei Oma, der Mann arbeitet noch bis morgen früh und muss dann erstmal schlafen. Bleiben noch der Kleinste und ich. Wir machen es uns jetzt gemütlich...

Und ihr könnt bei Frau Kännchen gucken, was die anderen Blogger heute so getrieben haben.









Donnerstag, 27. Oktober 2016

Im Labyrinth

Bis zum Abitur war alles gut. Es gab keine schwierigen Fragen, keine wichtigen Entscheidungen. Einfach immer geradeaus. Ohne größere Schwierigkeiten (die Prüfungsangst mal außen vorgelassen) machte ich mein Abitur.

Damit ging ich zum Eingang des Labyrinths. Riesig groß erschien es mir und gleich zu Beginn gabelten sich die Wege so oft, dass ich die Orientierung schnell verlor. Mal folgte ich den Biegungen des Weges, mal ging ich zurück und versuchte einen neuen. Meine Umwelt verzweifelte oft an meiner Orientierungslosigkeit, schalt meine geringen Anstrengungen (waren sie es wirklich oder schien es ihnen nur so?), wenn ich umkehrte.

In den letzten Jahren verfolgte ich einen Weg. Teilweise ging es steil bergauf und brachte mich zum Schnaufen, aber ich hatte ja gelernt: umkehren geht nicht. Um Ecken und Kurven führte es mich. Mal war es hell wie in einem Schlossgarten, dann wieder dunkel wie das Labyrinth des Minotaurus. Ich dachte, das müsste so sein und ging weiter. Auch, als es immer dunkler wurde. Auch, als die Gänge immer enger wurden. Hat nicht jeder so ein Labyrinth?

Seit der letzten Wegbiegung ist der Weg beschwerlich. Es ist dunkel und kalt, Steine fallen von der Decke und rollen auf dem Boden, ich stolpere wieder orientierungslos umher. Doch da drückte mir jemand eine Kerze in die Hand. Eine kleine nur, ich muss gut auf sie aufpassen. Aber sie spendet mit Licht und Wärme und sie kann mir helfen, noch mehr Kerzen zu finden, kleine und größere. Mit ihrer Hilfe finde ich vielleicht zurück ans Tageslicht.



* Meine Hausärztin hat heute BurnOut diagnostiziert. Die Diagnose macht mir gleichzeitig riesige Angst vor dem, was kommt und gibt mir Hoffnung, dass es jetzt endlich besser werden kann.

Montag, 5. September 2016

WmdedgT September 2016

Aufstehen 5:30 Uhr, Morgentoilette, anziehen, Schulfrühstück bereit stellen

Kinder wecken 6:00 Uhr, anziehen, kämmen, antreiben

Abfahrt 6:20 Uhr, Halt an Schule und Kita,

Ankunft bei meiner Schule 6:45 Uhr

Unterricht vorbereiten, Klassenbuch holen, Blick ans schwarze Brett, morgendliches Tee trinken und Besprechen der wichtigsten Sachen

4 Stunden Unterricht in Klasse 1, Lesen, Zählen, rechts und links

Nach Unterrichtsschluss Papierkram, Deko, Aufräumen bis 13:30 Uhr

Zuhause macht mein Mann mir Nudeln warm. Nach dem Essen geht es an den Schreibtisch, Unterricht vorbereiten.

Kinder aus der Kita holen 15:30 Uhr, spielen und Kaffee trinken bei Freunden.

Wieder zuhause das Haus in Schuss gebracht, weil morgen die Putzfeen kommen, um den Schmutz der letzten Wochen zu entfernen, Abendbrot.

Elternabend in der Schule der Großen. Wenig Zeit, mit der Freundin zu schwatzen, aber wir sind ja derzeit schon mit wenig zufrieden. Es wird wieder bessere Tage geben.

Versucht, die Welt zu retten, aber kläglich gescheitert angesichts der Komplexität. Auch im Gespräch mit dem Mann keine gute Lösung gefunden. Logisch eigentlich. Das nehme ich jetzt noch mit ins Bett.

Bitte, Frau Brüllen. Das war mein Tag. Und was haben die andren heute so gemacht?

Dienstag, 16. August 2016

Erste Klasse - Tag 2

Namen schreiben lernen stand heute auf dem Programm. Dafür hatte ich Blätter vorbereitet, auf denen ich die Namen der Kinder zwei Mal aufgedruckt hatte:

einmal als schwarze Linie, einmal hohl zum Nachspuren.

Auf der schwarzen Linie haben wir mit bunten Klebepunkten die Buchstaben des Namens nachgeklebt, es war sehr interessant, zu beobachten, wie unterschiedlich die Farben verteilt wurden. Manche Schüler klebten in Regenbogenfarben, andere gaben jedem Buchstaben eine eigene Farbe, einige verbrauchten Farbe für Farbe. Sehr hübsche Blätter sind dabei entstanden.

Anschließend wurde in den hohlen Buchstaben nachgespurt, bevor wir uns daran gemacht haben, die Namen abzuschreiben abzumalen. Einige Kinder konnten schon vor der Einschulung ihren Namen schreiben. Das passiert dann aber oft in Blockbuchstaben. Einige blieben dabei, andere gaben sich aber sichtlich große Mühe, ihren Namen mit Groß- und Kleinbuchstaben zu schreiben. Mit zunehmender Übung (wir schreiben den Namen auf die Rückseite jedes Arbeitsblattes) klappt es immer besser.

Dann haben wir gezählt, bis 68, versteckte Zahlen gesucht und Abzählreime gelernt. Heute hat keiner mehr gefragt, wann denn das richtige Lernen los geht. Prima. Dann bin ich zufrieden.

Der erste Schultag

Ich wollte schon gestern vom ersten Schultag berichten, aber dann überschlugen sich die Ereignisse...

Dass ausgerechnet am ersten Schultag nicht nur mein Mann auf Arbeit sein würde, sondern der Kurze auch noch morgens die antibiotischen Ohrentropfen gegen die Mittelohrentzündung brauchen würde, entspannte den Ablauf nicht unbedingt, aber wir durch Zauberhand waren halb 7 (was für eine grauenvolle Uhrzeit!) alle Kinder in Hort und Kindergarten verstaut und ich auf dem Weg zur Schule.

Immerhin war ich nicht mehr so aufgeregt wir am Sonnabend, trotzdem haben wir uns vor dem Unterricht gestern keine Zeit mehr genommen, um noch einen Tee unter Kolleginnen zu trinken. Halb acht enterte ich mit 19 neugierigen und mehr oder weniger ängstlichen Erstklässlern den Klassenraum. Dort verbrachten wir gemeinsam 4 Unterrichtsstunden, in denen ich ihnen immer wieder erklärte, warum man die Antwort nicht einfach in den Raum rufen soll, sie ihre Namen schreiben übten, wir das Schulhaus kennen lernten und sie mich abwechselnd fragten, wann denn endlich Pause sei bzw. wann wir endlich mit dem richtigen Lernen anfangen.

Anschließend waren wir alle ziemlich erschossen, die Kinder gingen in den Hort und ich war noch ein paar Stunden mit Papierkram beschäftigt.

Am Nachmittag gemütliches Beisammensein mit Kindern, Mann und Freundinnen, da aus dem Mutter-Tochter-Gitarrenkurs mangels teilnehmender Mütter (und Väter und Onkels und so) ein Kinderkurs wurde. Ein Tatsache, die ich gestern erst einmal sehr genossen habe.

Beim abendlichen Ins-Bett-Bringen fiel mir die Nachricht aus der Schule der großen Tochter ein: bitte Läusekontrolle durchführen! Das kommt immer mal wieder vor, aber wir sind seit fast 8 Jahren verschont geblieben, und so kämmte ich mal flugs durch und fand tatsächlich eine Laus.

Als versierte Elternforen und -blogleserin schickte ich den Schwiegervater in die Apotheke und seifte das Haar der Tochter mit Haarspülung ein. Nachdem wir Strähne für Strähne gekämmt und keine weitere Laus gefunden hatten, traf auch das Läuseshampoo ein. Es war mittlerweile um 9 und wir beide schon ziemlich müde. Eine kurze Kontrolle der beiden kleineren Kindsköpfe ergab zum Glück, dass diese läusefrei waren, so dass nur die Große eingeseift wurde. Nach Ausspülen und nochmaligem Auskämmen war es um 10 und sie bettelte darum, endlich schlafen zu dürfen.

Und ich auch. Und deshalb gibt es erst heute den Bericht zum ersten Schultag.

Montag, 8. August 2016

Nachts im Schlafzimmer

Heute geht die neue Schule los. Ich bin ein bisschen nervös, was sich irgendwie auch auf die Kinder zu übertragen scheint:

4:23 Uhr: Maxi teilt schon die Decke mit meinem Mann, Mini kuschelt seit einer Weile mit mir, da schallt ein “Papa, Mama, Papa, Mama!“ durchs Haus. Midi ist aufgewacht.
Ich wanke ins Kinderzimmer, wo sie mir mitteilt, dass sie es viel zu dunkel zum Schlafen findet. Mein Humor ist in meinem Bett geblieben, er fand es dort kuscheliger, so dass ich ihr nur wortlos das Nachtlicht anmache, bevor ich wieder ins Bett wanke.
Dort muss der Humor kurz aufgewacht sein, um Mini eine Lageveränderung vorzuschlagen. Der liegt jetzt mit ausgebreiteten Armen quer über das Kopfkissen. Ich bin so müde, dass ich mich einfach noch ein bisschen kleiner mache, als ich ohnehin bin, und mich ans untere Ende des Bettes lege.
Es könnte so schön sein, jetzt einzuschlafen. Aber nein, das Gedankenkarussell ist angesprungen und nimmt Fahrt auf. Wie wird es wohl in der neuen Schule laufen? Melde ich mich zuerst bei der Schulleitung oder gehe ich gleich ins Lehrerzimmer? Dort wird vermutlich wie immer jemand sagen, dass es keine festen Plätze gibt, das aber hier Frau Sowieso und dort Frau X und daneben Frau Y sitzt. Schon immer. Und so fahren die Gedanken Karussell und jauchzen laut im Fahrtwind.
Midi kommt und fragt, ob sie mit zu uns ins Bett darf. Weise ihr seufzend einen Platz am Fußende zu. Schiebe auch den Mini wieder in Position, in der Hoffnung, dass sich nun der Schlaf wiederfindet. Aber jetzt beginnt erst einmal ein nächtliches Ballett, ohne Musik, vorgetragen von meinen Kindern.
Maxi beginnt. Was sie tut, ist für ihre Verhältnisse nicht ungewöhnlich, sie ist eine sehr mobile Schläferin*. Sie tritt aus. Ihre Geschwister machen gern mit. Zuerst Midi: Tritt. Dann wieder Maxi: Tritt, Tritt. Midi antwortet mit einem Trommelwirbel. Maxi: Tritt. Midi muss ihr Energieverbrauch ziemlich ermüdet haben, denn sie schläft auf einmal tief. Mini übernimmt ihren Part. Und so kabbeln die schlafenden Kinder noch eine Weile, während auch ich endlich wieder ins Traumland hinüber gleite...

* Das hat sie von mir. Ich habe es als Jugendliche einmal fertig gebracht, mich im Schlafsack zusammenzurollen und dann umzudrehen, so dass ich beim Aufwachen ein bisschen panisch wurde, weil ich den Ausgang nicht so schnell fand.

Sonntag, 8. Mai 2016

Endlich Frühling! oder: Wie ich eine Sarouel-Hose nähte

Hurra, hurra, der Frühling ist da! Die Kinder hält es nicht mehr im Haus und die Große macht Luftsprünge vor Freude.
Nicht nur, weil das Wetter so schön ist, dass man am liebsten von früh bis spät im Garten herumtoben möchte. Auch, weil ihre Mama gestern abend in einem Anfall von Wahnsinn noch schnell eine so bequeme Hose geschneidert hat. Da könnte man glatt Purzelbäume schlagen:
Wir waren gestern zu Besuch bei Anni und haben zu Mittag leckere Eisbecher gegessen, Anni hat mir eine wundervolle Handtasche geschenkt, die im Rahmen des Taschenspieler-Sew-Along entstanden ist und zeigte die neuesten Sachen, die sie für ihren Sohn genäht hatte. Darunter eine Sarouel-Hose. Die Große juchzte laut, durfte mal anprobieren (obwohl sie vier Jahre älter ist als Annis Sohn, tragen beide die gleiche Größe) und hätte die Hose am liebsten nicht mehr ausgezogen.
Und so habe ich mich abends hingesetzt und nach einem Schnittmuster geguckt. Dabei bin ich auf den Blog von Ninchen gestoßen, die erklärt, wie man so ein Schnittmuster ganz fix selbst basteln kann. Okay, so ganz fix ging es bei mir nicht, da gab es noch den einen oder anderen Denkfehler. Aber als der Schnitt stand, gab es kein halten mehr. Dann wollte ich nur noch fix zuschneiden. Dann nur noch schnell die drei Nähte nähen. Und dann war ich ja schon fast fertig. Und als ich gegen 10 die fertige Hose in der Hand hielt, war ich nicht nur voller Endorphine, sondern hätte das Minchen am liebsten gleich geweckt, um sie die Hose anprobieren zu lassen. Aber ich konnte mich bremsen. Deshalb purzelt sie erst seit heute früh so fröhlich herum. Aber das reicht mir auch.

Verlinkt bei den kostenlosen Schnittmustern vom Nähfrosch, bei Meitlisache, Kiddikram, Nähzeit am Wochenende und  bei froh und kreativ. Was ist mit dem Kopfkino passiert, das funktioniert gerade nicht?


LinkWithin

Related Posts Plugin for WordPress, Blogger...